AURATUS
AUDIO MISCHPULT

AURATUS – das Konzept

Das kompakte Digitalpult mit intuitiver Oberfläche sowie seinen festen Kanalstrukturen und 54 (48) Eingangskanälen ist als kleines Produktions- und Sendemischpult konzipiert, das vor allem in den festen Arbeitsabläufen von Rundfunk und TV Einsatz findet und selbstverständlich über die von STAGETEC bekannte Audioqualität sowie die hochverwertige Produktverarbeitung verfügt.

AURATUS – Integration mit dem NEXUS-Audionetzwerk

Wenige Systeme anderer Hersteller sind so gut miteinander integriert und gleichzeitig so flexibel wie die Großmischpulte aus dem Hause STAGETEC mit der NEXUS Audiokreuzschiene. Wir haben die typische Denkweise auf den Kopf gestellt: Das gesamte STAGETETC-Mischpult ist ein Teil der Audio-Matrix.

AURATUS – Processing & Workflow
AURATUS – Audio Qualität

Bis dato bietet kein anderer Hersteller eine derart vollkommene Integration zwischen Mischpult, I/O-Netzwerk und Steuerungsfunktionen an, wie es STAGETEC mit seinen Mischpulten und NEXUS gelungen ist.

AURATUS – Kompakter DSP-Kern

Mit nur 4TE Breite und 3 Höheneinheiten findet diese kompakte Prozessorkarte Platz in jedem Basisgerät.

AURATUS – Technische Daten
AURATUS – Technical Data

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DAS KONZEPT
INTEGRATION NEXUS
PROCESSING & WORK
TECHNISCHE DATEN
AUDIO QUALITÄT
MEDIEN
SKALIERBARER DSP
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AURATUS – das Konzept:

 

Die Bedienoberfläche ist auf eine einfache und schnelle Bedienung hin optimiert und gestattet ungeübten Nutzern eine rasche Einarbeitung und sichere Bedienung: Alle relevanten Kanalfunktionen lassen sich einfach im Kanalzug über Doppeldrehgeber einstellen. Dies macht die Oberfläche besonders übersichtlich und intuitiv.

Das AURATUS-Mischpultsystem besteht aus einer Konsole zur Bedienung und Steuerung der Audiosignal-Bearbeitung und dem Audioprozessor XCMC, der als 3-HE große- ressourcenstarke Einschubkarte im abgesetzten NEXUS-Basisgerät steckt. Über zusätzlich verbundene NEXUS-Basisgeräte wird AURATUS voll in das NEXUS-Audionetzwerk integriert. In einem NEXUS-Netzwerk können mehrere XCMC-Steckkarten mit jeweils einem AURATUS betrieben werden. Die AURATUS-Pulte können so auf die große Formatvielfalt der Ein- und Ausgänge im NEXUS-Audionetzwerk innerhalb einer weiträumigen Signalverteilung zugreifen. Diese reicht von analogen Mikrofonwandlern mit 32-Bit-Auflösung bis hin zu digitalen Audioformaten wie Audio-over-IP, Dolby-E®, SD- und HD-SDI, 3G-HD-SDI, AES/EBU, AES 42, AES 67 etc.

AURATUS verfügt über eine Vielzahl von Funktionen, die den Sendebetrieb erleichtern: dazu zählen Audio-Follow-Video-Features, eine extern steuerbare Fader (On-Off)-Funktion, zwei frei belegbare Funktionstasten im Kanal, eine umfangreiche Lichtsignalisation, individuell konfigurierbare N-1-Busse sowie Timer, die vorwärts und rückwärts zählen. Ein wesentliches Merkmal von AURATUS: das Pult ist optimiert sowohl für 48 als auch 96 kHz Sample Rate, d.h. ein Projekt bleibt ohne Änderungen bestehen, auch wenn die Sample Rate sich ändert.

AURATUS ist eine transportable Konsole und wird serienmäßig in Leichtbauweise als Auftisch- oder Einbauvariante angeboten, optional ist AURATUS auch mit Füßen erhältlich. Das Mischpult hat selbst in der größten Ausbaustufe mit 24 Bedienzügen und einer Zentralbedienung eine extrem niedrige, energiesparende Leistungsaufnahme. Mit 16 Bedienzügen bspw. braucht AURATUS lediglich 86 Watt. Deshalb benötigt AURATUS keinen Lüfter. Die Stromversorgung erfolgt standardmäßig immer redundant.

AURATUS unterstützt Anwender bei wiederkehrenden Arbeiten — wichtige Einstellungen sind konfigurier- und speicherbar:

  • Die Zuordnung von (NEXUS-)Ein- und -Ausgängen zu Mischpultkanälen kann mit der NEXUS-Bediensoftware frei gewählt und als Snapshot gespeichert werden.

  • AURATUS kann Ressourcennamen übernehmen, diese können in der NEXUS-Software individuell vergeben werden (Labelübernahme).

  • Das Mischpult bietet mehr Audiokanäle als Bedienzüge. Die Audiobearbeitung einzelner Bedienzüge kann individuell eingerichtet und abgespeichert werden. Acht Bedienebenen lassen sich frei belegen und über Tasten aufrufen.

  • Kanäle lassen sich zur einfacheren Bedienung verkoppeln (Stereoverkopplung, VCA-Gruppen, Link-Gruppen). Individuell erstellte Mute-Gruppen erlauben die Stummschaltung zuvor definierter Kanäle per Tastendruck.

  • Mit der statischen Automation lassen sich eigene Einstellungen als Snapshot abspeichern.

  • Alle Einstellungen und Snapshots können im Rahmen der Projektverwaltung in jeder Produktionsphase als Projekt gespeichert und wieder aufgerufen werden.

  • Ein Sicherheitsprojekt (Backup) wird beim Ausschalten der Konsole abgelegt und beim Einschalten automatisch geladen.

AURATUS – Integration mit dem NEXUS-Audionetzwerk

Wenige Systeme anderer Hersteller sind so gut miteinander integriert und gleichzeitig so flexibel wie die Großmischpulte aus dem Hause STAGETEC mit der NEXUS Audiokreuzschiene. Ursächlich hierfür ist, dass STAGETEC die typische Denkweise auf den Kopf gestellt hat: Ein Mischpult von STAGETEC hat nicht, wie vergleichbare Konkurrenzprodukte, eine eigene Audio-Matrix, sondern das gesamte Mischpult selbst ist ein Teil der Matrix.

Diese grundlegend andere Denkweise eröffnet viel weitreichendere Möglichkeiten: Wenn sich das Mischpult inmitten aller Ein- und Ausgänge des gesamten Systems befindet, so ist logischerweise die Integration um ein Vielfaches besser, als wenn Inputs und Outputs von außen zunächst in das Mischpult hineingeführt werden müssen. Ebenso verhält es sich mit allen Steuerungsoptionen. Diese selbst auferlegten Beschränkungen anderer Systeme hat STAGETEC seit Anbeginn der Entwicklung der NEXUS-Kreuzschiene bewusst überwunden.

 

Bidirektionale Steuermöglichkeiten

Jedes Basisgerät verfügt über die sogenannte NEXUS-Logic-Control. Die mächtigen bereitgestellten Logik-Funktionen können zu Makros verknüpft werden und sind in der Lage, alle wichtigen, lokalen Audioparameter auszuwerten. Dies allein eröffnet bereits Möglichkeiten, die kaum ein anderes System bieten kann. Darüber hinaus lassen sich GPIOs abfragen und setzen, Befehle über serielle Schnittstellen empfangen und versenden oder eine permanente Kommunikation über Ethernet mit einem externen Steuersystem aufbauen. Da die Funktionen von verschiedenen NEXUS-Kartentypen bereitgestellt werden, ist die Auswahl groß. Besonders deutlich wird dies bei den seriellen Schnittstellen: RS232, RS422, RS485 und MIDI stehen zur Verfügung. USB und Ethernet sind bereits auf jeder CPU-Karte vorhanden. Das Ember+ Protokoll greift bis in die Routing-Matrix. NEXUS Logic Control ist in der Lage, systemweit mit anderen Basisgeräten zu kommunizieren, Zustände abzufragen und zu übermitteln.

 

So ergibt sich ein Zusammenspiel innerhalb der NEXUS-Kreuzschiene und mit externen Systemen, das weit über die Optionen eines Audionetzwerkes hinausgeht und teilweise in der Lage ist, externe Mediensteuerungen vollständig zu ersetzen. Dies ermöglicht nicht nur eine ungeahnte Integration direkt bis in einzelne Tasten an der Audiokonsole hinein, sondern eröffnet auch ein großes Sparpotential durch Eliminierung zusätzlicher Steuersysteme und erheblicher Vereinfachung von Arbeitsabläufen. Eine Konsole von STAGETEC stellt im Zusammenspiel mit der NEXUS-Logic-Control vielfältigste Möglichkeiten zur Verfügung, deren Nutzung dem erfindungsreichen Anwender fast keine Grenzen setzt.

 

In geradlinigen, einfachen Fällen lassen sich die User-Tasten der Konsole z.B. zur Signalisation von externen Zuständen verwenden oder zur Steuerung ebendieser. Das kann schlicht das Setzen von Koppelpunkten sein oder in Verbindung mit NEXUS-XRI Karten auch das Schalten von Kontakten zur Ansteuerung von Beleuchtung, Lichtzeichen oder anderen Dingen. Auch Warnzustände wie beispielsweise das Fehlen eines Signalpegels auf den Sendeleitungen oder andere Fehlerzustände innerhalb oder außerhalb von NEXUS ließe sich etwa durch Blinken anzeigen.

 

Über das einfache Schalten von Kontakten hinaus lässt sich die NEXUS-Logik jedoch auch für komplexere Aufgaben verwenden, die allesamt von der Konsole aus bedient werden können. Denkbar sind hier der Abruf umfassender Systemzustände, "NEXUS Snapshots" genannt oder auch die Implementierung einer Pan-Tilt-Zoom-Kamerasteuerung. In einem studiotypischen Anwendungsfall könnte so auf einen einzelnen Knopfdruck hin die Umschaltung verschiedener Aufnahmeräume zwischen mehreren Regien erfolgen. Eine PTZ-Kamera ließe sich leicht verwenden, um damit nicht nur die Dirigentenposition, sondern auch wechselnde Solisten zu erfassen. Mittels zusätzlicher Video-Eingänge kann das Bild selbst sogar auf den Metering-Screens der Konsole angezeigt werden. Einmal angelegte Presets können mit den Szenen in der Konsole abgespeichert und vollautomatisch im Verlauf der Show abgerufen werden.

 

Von der Konsole aus alles im Griff

Das Mischpult ist das Herzstück, von dem aus der Engineer alle Funktionen im Netz unter Kontrolle hat: vom integrierten 4-fach Mikrofon-Splitter und dem gesamten Routing im NEXUS-Netz bis hin zu den Delays, EQs und Limitern des Beschallungssystems. Alle Meldungen der permanenten Selbstüberwachung des gesamten Systems werden direkt am Pult signalisiert. Im unwahrscheinlichen Havariefall sind alle Komponenten hot-swap-fähig und innerhalb von nur 2-3 Sekunden wieder spielfähig. Zur Kommunikation lässt sich das Talk-Mikro der Konsole auf jeden Bus routen und mit Intercom-Systemen anderer Hersteller integrieren. Auf externe Fehler und Zustände kann das Mischpult automatisch reagieren. Trigger können dabei remote oder lokal geschaltet sein, beispielsweise der Ausfall des Playback-Zuspielers oder ein Tasten-Cue aus der Drahtlos-Überwachung. Die zu steuernden, externen Funktionen können beliebig komplex sein. Aus der Szenenautomation der Konsole heraus kann jeder Snapshot immer neue Settings herstellen, unabhängig davon, ob dies systemeigene Parameter sind oder via GPIO, serieller Protokolle, Ethernet oder MIDI Geräte von Drittherstellern gesteuert werden sollen.

 

Clock, Timecode und Steuersignale

Aufgrund seiner äußerst genauen Taktrate wird NEXUS häufig als Clock Master betrieben. Umgekehrt ist auch eine Synchronisation auf beliebige, digitale Eingänge inklusive Hierarchie-Definition und dropout-freiem Sync-Transitioning möglich. Seit jeher bietet NEXUS die Möglichkeit, Timecode, Sync und serielle Protokolle transparent mit über das System zu übertragen und auf verschiedene Abgriffe zu verteilen bzw. zu schalten. Natürlich kann nahezu jedes serielle Signal zur Steuerung des gesamten Systems aus Basisgeräten und Konsolen verwendet werden.

 

In einer Timecode-Umgebung können AURUS-Konsolen sowohl Master als auch Slave sein. Über NEXUS kann der Timecode mit höchster Präzision im gesamten Netz verteilt und an externe Systeme ausgegeben werden. Parallel zum Timecode erzeugen STAGETEC-Mischpulte MIDI, RS-232 und andere Signale zur Steuerung externer Geräte. So wird Automation in größeren Shows zum Kinderspiel.

AURATUS - Processing & Workflow

Der Audioprozessor von AURATUS besteht aus der XCMC, einer kompakten 3-HE-NEXUS-Steckkarte. Auf der XCMC-Einsteckkarte sind neben der Tonbearbeitung des AURATUS-Mischpultes auch das vollständige I/O-Routing sowie die Audioschnittstellen für den Anschluss externer Geräte untergebracht. Die Leistungsaufnahme beträgt lediglich 8 Watt. Die XCMC unterstützt die Abtastfrequenzen von 48 und 96 kHz ohne Einschränkungen, d.h. die verfügbaren Mischpultressourcen, Kanäle und Busse, stehen immer zur Verfügung.

Die Audiosignalbearbeitung umfasst das Eingangs-Routing, Eingangskanäle verschiedener Art, unterschiedliche Bustypen, Ausgangskanäle, die eine Bearbeitung der Summenbusse ermöglichen sowie das Ausgangsrouting. Fest konfiguriert ist bei AURATUS die Signalbearbeitung. Bei der Arbeit mit verschiedenen AURATUS-Mischpultsystemen nutzt der Anwender identische Mischpultstrukturen und weitgehend gleichartige Bedienoberflächen. Die Signalbearbeitung wird durchgängig mit einer 40-Bit-Gleitkomma-Arithmetik gerechnet. Hierdurch ist neben einer erstklassigen Tonqualität für Equalizer, Filter- und Dynamikmodule eine praktisch übersteuerungsfeste, mischpultinterne Signalbearbeitung gewährleistet. AURATUS kann als reines Stereo-Pult oder mit zusätzlichen Surround-Bussen (5.1) betrieben werden.

Die Struktur der Audiokanäle entspricht der Denk- und Arbeitsweise analoger Systeme. Darüber hinaus wurden Beschränkungen aufgehoben und zusätzliche Funktionen zur Erhöhung der Flexibilität bereitgestellt. Die Kanäle sind aus Bearbeitungsmodulen, wie Fader, EQ-Filterblock, Kompressor, Expander/Gate, Delay, Limiter, Insert, Mute, etc. aufgebaut.

Busse

Das Bussystem des AURATUS, das in der Mischpultbaugruppe integriert ist, bietet zusätzlich zum NEXUS-TDM-Bussystem ein eigenes System. Diese Gruppen-, Summen-, Auxiliary- und N-1-Busse summieren jeweils die Signale der aufgeschalteten Kanäle. Alle Bussignale können unbearbeitet über NEXUS ausgegeben werden. Ferner sind für die Busse eigene Kanäle vorgesehen — sogenannte Buskanäle —, die eine weitere Signalbearbeitung und Pegeleinstellung der Bussignale zulassen.

Monitoring

AURATUS ist mit einem stereofonen und einem 5.1-Abhörweg ausgestattet (5.1 nur in AURATUS-Mehrkanalprojekten). Die Quellenwahl ist für beide Monitorwege frei wählbar, auch NEXUS-Signale können direkt auf den Abhörkanal geschaltet werden. Zum Abhören eines Kanals bietet AURATUS verschiedene Solo- und PFL-Modi. Für PFL ist ein getrennter Stereobus vorgesehen, zusätzlich sind die Funktionen Back-Stop-PFL (Fader-Overpress-Funktion) und priorisiertes PFL möglich. Die Solo-Funktion in AURATUS ist vollständig mehrkanalfähig. Je nach gewählter Konfiguration ist ein bis zu 5.1-kanalig ausgelegter Solo-Bus verfügbar. Außerdem können im System vorhandenen Signale als Abhörquellen dienen: NEXUS-Eingänge, Inserts, Kanalausgänge, Mischpultbusse oder Direktausgänge. Auf Tastenfeldern in der Abhör- und in der Kanalkassette sind die Quellen kundenspezifisch anwählbar.

Automation

Das AURATUS-Mischpultsystem ist mit einer statischen Automation ausgestattet, mit der sich die Audioparameter aller Bearbeitungskanäle speichern und wieder laden lassen. Die aktuellen Parametereinstellungen werden als sogenannte „Snapshots” im aktuellen Projekt abgelegt. Bis zu 99 Snapshots, die sich individuell benennen lassen, können innerhalb eines Projekts verwaltet werden. AURATUS erlaubt darüber hinaus auch die Speicherung von Teil-Snapshots, in denen nur bestimmte Parameter abgelegt sind. ​

Steuersystem Logic-Control

Die NEXUS-Logic-Control ist ein flexibles, programmierbares Logiksystem für Schalt- und Steuerfunktionen, die Anwender entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen definieren können. Über Logic-Control können diverse Parameter des NEXUS-Systems abgefragt werden, beispielsweise Koppelpunktschaltungen, Faderstartkontakte, ein- und ausgangsseitige Pegel und die Signalisierung systeminterner Fehlerzustände. Logic Control kann viele unterschiedliche Ereignisse steuern, beispielsweise die Rotlichtsteuerung, Räuspertasten, Sendeschalter, Leitungspegelüberwachung, automatische Havarie-Schaltungen und Kommandoanlagen. AURATUS verfügt über jeweils 256 Logic Control-Eingänge und -Ausgänge.

Konferenzschaltung mit N–1

Mit dem N-1-System lassen sich komplexe Konferenzschaltungen realisieren. Alle Kommentatoren, die nicht „On Air” sind, können miteinander kommunizieren. Wird einer von ihnen in die laufende Sendung geblendet, wird er automatisch in der Konferenz abgeschaltet. Erst wenn sein Fader geschlossen wird, kann er wieder an der Konferenz teilnehmen. Im AURATUS lasen sich bis zu 8 N-1-Busse individuell konfigurieren.

Offline Editor: AURATUS-Konfigurationen ohne Pult

Anwender in wechselnden Produktionsumgebungen werden die Offline-Konfigurationsmöglichkeiten des AURATUS schätzen, denn sie bringen Zeit- und Kostenvorteile bei Produktionen mit engem Timing, beispielsweise auf dem Ü-Wagen oder bei Live-Events. Mit dem Offline-Editor kann die Konfiguration eines AURATUS schon vorbereitet werden, wenn die Konsole noch gar nicht vor Ort, sondern noch bei einer anderen Produktion im Einsatz ist. Sämtliche Arbeiten wie Kanalzuweisungen, etc. werden in einem Stand-Alone-Editor auf einem PC vorgenommen. Projekte werden dann über SD-Karten ins Pult geladen. Es geht auch anders herum: Projekte werden aus der Konsole importiert und im Offline-Editor weiter bearbeitet.

Spill-Funktion

Um auf einem Mischpult Platz zu sparen, werden Bedienzüge häufig mit mehreren Kanälen belegt. Dann liegt aber nur ein Audiokanal im Vordergrund, die anderen zur Steuergruppe gehörenden Kanäle befinden sich im Hintergrund. Sie sind verkoppelt und werden bei der Bedienung mit gesteuert. Soll nun ein Kanal aus dem Hintergrund korrigiert werden, hilft die Spill-Funktion. Ein Druck auf die Spill-Taste bringt alle Kanäle zur Bearbeitung an die Oberfläche. Nach der Korrektur, liegt der Hauptlayer durch erneutes Drücken der Spilltaste wieder im Vordergrund.

Der Vorteil der Spill-Funktion: Das Mischprojekt ist besser strukturiert, der Anwender kann schneller auf alle Signale zugreifen und behält den Überblick, weil er nur im Hauptlayer arbeiten muss - wichtig für den Live-Betrieb. Normalerweise muss die Definition der Layer bei kleinen Digitalpulten sehr gut durchdacht werden, aber Dank der Spill-Funktion hat die Aufteilung der Layer an Bedeutung verloren.

TREM — die virtuelle Kanalerweiterung

Die virtuelle Kanalerweiterung TREM simuliert physisch nicht vorhandene Bedienstreifen mithilfe einer Remote-Software am PC, der via Ethernet an das Pult angeschlossen ist. Sämtliche Mischaufgaben lassen sich über die Software erfüllen. Der Anwender kann wählen, wie groß oder klein die manuell bedienbare Pultoberfläche sein soll: Im Minimalfall genügt eine Fadereinheit mit acht Kanalzügen plus je zwei Drehreglern und drei Tasten über jedem Bedienstreifen. Alles andere kann —, sofern sinnvoll und gewünscht — per PC gesteuert werden.

Down-Mix-Matrix

Die eigenständige »Down-Mix«-Matrix ermöglicht 5.1-Mehrkanalsignale auf ein Stereoformat zu mischen. Die Matrix, deren Ein- und Ausgänge frei im NEXUS-System verfügbar sind, kann beispielsweise zur stereofonen Abhörkontrolle einer Mehrkanalmischung dienen oder zum Heruntermischen eines Mehrkanalformates eingesetzt werden. Zur individuellen Anpassung an das Programmmaterial sind die Ein- und Ausgangspegel getrennt einstellbar. AURATUS-Fernsteuerung durch Steuersysteme.

Verschiedene Funktionen, bspw. die Steuerung im Fader, Mute, Panpot, PFL sowie Faderblenden, lassen sich durch externe Steuersysteme beeinflussen. AURATUS unterstützt einige Protokolle (z.B. von der Firma Ross Video Limited das Ross Audio Protokoll) im Format RS232.

AURATUS – Audioqualität ohne Kompromisse

Als Pionier der digitalen Audioverarbeitung stellt STAGETEC seit jeher höchste Ansprüche an die Audioqualität. Die Konsequenz, mit der Konzepte umgesetzt werden, ist immer wieder richtungsweisend für die gesamte Branche.

 

Der Audio-Qualitätsanspruch setzt sich bei STAGETEC kompromisslos vom Input über alle Processing-Stufen bis an den Output durch:

  • Unerreichte Gleichtaktunterdrückung durch patentierte TrueMatch®-Technologie

  • 158 dB(A) Dynamikumfang an TrueMatch-Mikrofoneingängen

  • Kein Rauschen, da keine analoge Vorverstärkung erforderlich.

  • Jedes Mikrofon wird „digital“

  • Keine Verzerrungen durch intelligente Eingänge und größten Headroom in jeder Signalverarbeitungsstufe

  • Garantiert immer gleiche, geringste Latenzen im gesamten System dank TDM-Technologie

  • Samplegenaue Signalverarbeitung und Summierung in STAGETEC-Mischpulten garantieren absolut phasingfreie Addition auf alle Busse

  • Alle Schaltvorgänge und Delay-Settings werden geblendet, dadurch garantiert kein Knacken

  • Alle Wandler und Filter optimiert auf neutralstes, klangliches Verhalten

  • Synchronisation:

            ○ Takt-Genauigkeit typisch ±5 ppm (10 x besser als AES 11-2003, Grade 2)

            ○ Synchronisation auf jede beliebige, digitale Quelle

            ○ Dedizierte Sync-Eingänge unterschiedlichster Formate

            ○ Definition von Sync-Hierarchien

            ○ Unhörbare Sync-Transitioning-Funktion bei Wechsel von Sync-Quellen

  • Höchste Rechengenauigkeit mit 40-Bit Gleitkomma-Arithmetik

​Der Anspruch der Gründer von STAGETEC war es seit jeher, digitale Signalbearbeitung mit höchster, quasi analoger Qualität und absoluter Neutralität zu bieten. In den 1990er Jahren, als die Rechenleistung integrierter Schaltkreise noch bei weitem nicht so hoch wie heute war, haben die Ingenieure der Firma konsequent auf die Verwendung von FPGAs und damit auf eine sehr hardwarenahe Programmierung gesetzt. Die hierbei entwickelten, einzigartigen Algorithmen sind es, die von Anbeginn an die immer wieder bewundernd erwähnte Qualität der Audio-Signalbearbeitung in den Großmischpulten aus Berlin geprägt haben. Sie sind teilweise grundverschieden von den „Schulbuch-Algorithmen“ anderer Hersteller und bilden auch heute noch — selbstverständlich um ein Vielfaches erweitert und weiterentwickelt — die Basis aller Signalbearbeitungsfunktionen in STAGETECs-DSP-Hardware.

 

Höchste Audio-Qualität schon ab dem Input

Audio-Experten sind sich einig: Die Qualität jeder Signalbearbeitungskette wird maßgeblich bestimmt durch die Qualität der Eingangsverstärker bzw. -Wandler. STAGETECs-TrueMatch® Mikrofon-Inputs bilden mit einem Dynamikumfang von 158 dB die absolute Spitze derzeit erhältlicher Technologie. Sie kommen vollständig ohne analoge Vorverstärkung aus, was besonders in der Summation vieler Kanäle gravierend zur Reduktion des Rauschens beiträgt. Ohne analoge Signalverstärkung wird de-facto jedes Mikrofon zu einem Digitalmikrofon.

 

Am Beispiel der patentierten TrueMatch-Eingänge lässt sich der Qualitätsanspruch STAGETECs an die Signalbearbeitung ausgezeichnet verdeutlichen. Dieser setzt sich über die gesamte Signalbearbeitungskette entsprechend fort und kommt z.B. in vielen, ausgeklügelten Details immer wieder zum Tragen.

 

Sample-genaue Summation zur Vermeidung von Phasing

Im NEXUS-Netzwerk garantiert die eingesetzte TDM-Technologie konsequent immer gleiche, geringste Latenzen. In Stage Tec-Mischpulten ist bereits das Konzept auf Geschwindigkeit und höchste Genauigkeit getrimmt. So werden beispielsweise alle Kanäle grundsätzlich gleichzeitig und sample-genau auf alle Busse summiert. Dies ist zwar technisch aufwändig, vermeidet aber Phasing-Effekte, wie sie von preislich günstigeren, stufenweisen Additionsverfahren bekannt sind. Durch dieses kompromisslose Bekenntnis zu Audioqualität sind korrigierende Hilfsfunktionen wie beispielsweise Delay-Kompensation in STAGETEC-Mischpulten gar nicht erforderlich.

 

Vermeidung von Artefakten durch Überblendung aller Schaltvorgänge

Selbst für einfachste Vorgänge wie z.B. das An- bzw. Abschalten eines EQs oder des Mutes eines Kanals setzt STAGETEC spezielle Fade-Algorithmen ein. Das alte Setting wird mittels einer gezielt berechneten Überblendung innerhalb weniger Millisekunden in den neuen Zustand gefadet. So können garantiert keine Pegelsprünge, Knackser oder andere Artefakte das Signal beeinflussen. Gleiches gilt z.B. auch für rasche Veränderungen am Delay des Kanals. Auch diese werden mit einem Fade auf den neuen Zustand überführt, um Signalverzerrungen zu vermeiden.

 

Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, mit welchen Details STAGETECs konsequent auf höchstem Niveau umgesetzte Audio-Signalverarbeitung sich von Produkten anderer Hersteller unterscheidet. Der für diese Audio-Leistungen notwendige Hardware-Aufwand ist beträchtlich und zeichnet die Großmischpulte aus Berlin aus. Von Kundenseite und in Fachzeitschriften gibt es dafür regelmäßig großes Lob.

AURATUS – NEXUS DSP-Baugruppe

 

XCMC-Karten bilden den kompakten DSP-Core der AURATUS und ON AIR Mischpulte. Sie ermöglichen den einfachen, kompakten Aufbau kleinerer Systeme ohne nennenswerte Einschränkungen bei der Funktionalität.

Mit der XCMC-Karte bietet STAGETEC einen Mischpult-DSP, der bei deutlich kleinerer Bauweise und der Einsatzmöglichkeit direkt in NEXUS Basisgeräten dennoch die wichtigsten Funktionen der bekannten, großen Mischpulte bieten kann. Auch die Qualität der Audio-Signalbearbeitung erreicht das hohe Niveau, für das STAGETEC renommiert ist.

Mit festen Kanal- und Busstrukturen stellt die XCMC 32 Busse und 48(54) Kanäle bereit.

Eine XCMC-Karte vereint die Signalbearbeitung sowie die Steuerungsfunktionen der Mischpult-Oberflächen. Sie findet Verwendung für AURATUS Mischpulte sowie für die ON AIR Baureihen ON AIR 24 und ON AIR Flex. Die Karte wird außerdem als Herzstück der NEXUS Monitor Control eingesetzt.

In allen Einsatzbereichen spielt die Karte die Vorteile der kleinen Bauform und dem für Mischpulte mit diesem Funktionsumfang herausragend geringen Energieverbrauch aus. Letzteres ist insbesondere aufgrund der geringen Wärmeentwicklung ein großer Pluspunkt vor allem im Rundfunkeinsatz.

Features
Technische Daten Mischpult-Oberfläche
Leistung Audio & Konsole
Features
Specifications Mixer interface
Performance Audio & Console

Medien

Media

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