AURUS platinum

Die AURUS-Zentralbedienung – Cockpit für Tonpiloten!

Angelehnt an die Bedienkonzepte aus der Luftfahrt, ist AURUS platinum in seiner Zentralbedienung für den direkten, ultraschnellen Zugriff auf nahezu alle Pultfunktionen designt. Die Gesamtheit der Funktionen ist aufgeteilt auf drei Pult-Kassetten, die typischerweise ergänzt werden durch eine zusätzliche Fader-Kassette. Der einzigartige interne Aufbau der Signalverteilung und Steuerung in Stage Tecs-Mischpulten erlaubt dabei die vollständig freie Platzierung der Kassetten innerhalb des Pultes und zueinander.

Die Channel-Kassette

AURUS Platinum Channel Kassette

Für die unmittelbare Sound-Arbeit ist der Zugriff auf die Channel-Kassette nur selten erforderlich, da alle regelmäßig benötigten Funktionen direkt in den Kanal-Bedienstreifen erreichbar sind. Für eine erweiterte Bedienung sind in der Channel-Zentralkassette noch einmal absolut alle Audio-Bedienfunktionen über eigene, dedizierte Encoder-Tasten-Sektionen erreichbar. Um die Einstellungen optisch zu unterstützen, sind große, farbige OLED-Displays vorhanden. Darüber hinaus werden die Einstellungen des selektierten Kanals auch in Großansicht auf dem Haupt-Display angezeigt.

Wichtig ist die Channel-Baugruppe in der Zentrale vor allem für übergeordnete Einstellungen wie beispielsweise das Routing, Settings zu Summen und Gruppen oder dem VCA-Mode sowie den direkten Zugriff auf Parameter im NEXUS-Netzwerk. Dies können beispielsweise die Trittschallfilter der Mikrofoninputs sein oder der Signalgenerator. In der Kassette liegt auch der Zugriff auf die Libraries für ganze Kanäle oder einzelne Funktionen. Für Surround-Mischungen erleichtert der Pan-Joystick die Arbeit erheblich während die direkte numerische Anwahl beliebiger Kanäle, Summen, Gruppen oder anderer Busse hilfreich ist, um schnell Zugriff auf Signale zu erhalten, die evtl. noch gar nicht oder an weit entfernter Position auf die Oberfläche gelegt sind.

Konsequent dem System treu ist der Ansatz, alle notwendigen Funktionen im direkten Zugriff zu haben. Menüs oder andere, verschachtelte Bedienkonzepte gibt es nicht. Zu jedem Moment ist das komplexeste Szenario die Unterscheidung zwischen einem kurzen und einem langen Tastendruck.


Die Monitor-Kassette

AURUS Platinum Monitor KassetteDer Name lässt bereits klar erkennen, dass in dieser Kassette die Funktionen zum Monitoring gebündelt sind. Logisch zusammenhängend ist auch die Bedienung der Talk-Kanäle hier untergebracht. Außerdem die eher grundlegenden Settings wie Projekte laden und speichern oder das Layer-Assignment für das gesamte Pult.

Gerade im Bereich Monitoring bieten AURUS-Mischpulte umfassendste Möglichkeiten: Zwei Haupt-Abhören mit den Bezeichnungen „CR“ und „CR Alt“ unterstützen alle Surround-Formate bis 7.1 und verfügen aufgrund dessen über sehr umfangreiche Bedien-Sektionen in der Oberflächenkassette. Die zusätzlichen vier Abhörwege „A“ bis „D“ sind stereo ausgeführt und daher genügsamer in der Zahl der erforderlichen Encoder und Tasten.

Zwei kleinere Abschnitte der Kassette sind dem Talk-Mikrofon und den Talkback-Kanälen gewidmet. Die enormen Möglichkeiten entfalten die Control-Room- und Talk/Talkback-Busse der AURUS-Konsolen vor allem im Zusammenspiel mit der NEXUS-Routing-Matrix. Da es in einem NEXUS-Netz möglich ist, all diese Busse flexibel auf die unterschiedlichsten Senken zu senden und diese Zuordnung sowohl paralleles Routing als auch die dynamische Änderung des Routings erlaubt, sind die möglichen Kombinationen nahezu unbegrenzt.

Der mittlere Bereich der Monitor-Kassette dient überwiegend der direkten Anwahl abzuhörender Quellen. Summen, Gruppen, AUX-Wege und andere Busse und Quellen-Gruppen lassen sich flexibel auswählen; die Displays zeigen dann die in der gewählten Gruppe verfügbaren Quellen übersichtlich an.

Interessant ist der „Source Direct“ betitelte Bereich. Diese Tasten erlauben es dem User, gezielt auf einzelne Signale zuzugreifen, die sich nicht einmal im Mischpult befinden müssen. Sämtliche in der NEXUS-Matrix verfügbaren Quellen können abgehört werden. Dabei erledigt das System vollautomatisch im Hintergrund das Routing auf die Abhören – ein ungemein nützliches Feature, das so nur durch die perfekte Integration und die ausgeklügelten Zusammenhänge zwischen Stage Tec-Mischpulten und der NEXUS-Audiomatrix möglich ist.

Die Automations-Kassette

AURUS Platinum AutomationskassetteDiese typischerweise über der Handauflage montierte Zentralkassette zeichnet sich aus durch das auffällige Touch-Tableau, in dem sowohl die Tastatur als auch die Maussteuerung für den in AURUS eingebauten Konfigurations-PC integriert sind.

Auch das darüber befindliche Jog-Wheel zieht die Blicke auf sich. Gemeinsam mit den rechts und links davon befindlichen Sektionen wird es verwendet, um externe Bandmaschinen oder DAWs zu steuern. Zwei Maschinen befinden sich dabei jeweils im direkten Zugriff; bis zu 16 externe Timecode-Geräte werden unterstützt. Selbstverständlich kann jedes dieser Geräte Timecode-Master sein oder das AURUS übernimmt diese Funktion selbst.

Neben der mit Timecode verbundenen, dynamischen Automation sind in der Automationskassette auch die Sektionen für die anderen Automationsfunktionen enthalten: Das AURUS erlaubt das gezielte Erstellen von Snapshots nicht nur für die gesamte Oberfläche bzw. bestimmt Kanäle sondern dezidiert bis hinab zur einzeln ausgesuchten Funktion. Szenen können aus Snapshots und weiteren, zugeordneten Funktionen wie beispielsweise MIDI-Kommandos bestehen und können bis hinein ins NEXUS-System Funktionen auslösen. Herausragend für AURUS-Mischpulte sind die vielen, sinnvollen Edit-Funktionen, mit denen sich vor allem im laufenden Proben-Betrieb und in zeitkritischen Produktionen sehr effizient arbeiten lässt.

Eher unauffällig, aber von hoher Wichtigkeit sind die beiden Blöcke mit User-Tasten, die das Touch-Pad flankieren. Hier lassen sich beliebige, vom Nutzer definierbare Funktionen ablegen. Diese eignen sich z.B. zur Umschaltung der pultinternen Monitore auf externe Quellen wie eine Dirigenten-Kamera oder externe Computer. Es lassen sich aber auch komplexe Macros der NEXUS Logic Control darüber triggern, mit denen nahezu beliebige Aktionen außerhalb des Pultes getriggert werden können. Dies kann das Setzen einfacher Koppelpunkte der Matrix sein oder komplizierte Handlungen wie die Steuerung von PTZ-Kameras. Da alle Tasten über eine LED verfügen, lassen sich ganz leicht auch externe Zustände oder Signalisationen ans AURUS melden.

Manchmal belächelt und oft mit Ehrfurcht betrachtet lässt sich für Stage Tecs AURUS-Konsolen eines mit Sicherheit sagen: Das Direct-Access-Konzept ist auch in den Zentralkassetten sinnvoll umgesetzt und neben der unglaublichen Geschwindigkeit der Konsole selbst mit der Grund dafür, warum erfahrene Ingenieure immer wieder hervorheben, dass man mit keiner anderen Konsole schneller arbeiten kann als mit einer AURUS.