Deutsche Welle TV rüstet auf AURUS um
Berlin, August 2004: Die Deutsche Welle in Berlin rüstet ein zweites ihrer Tonstudios mit digitaler Audiotechnik der SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP aus. In der Tonregie 2 des TV-Sendezentrums an der Berliner Voltastraße ersetzt seit August ein digitales AURUS ein in die Jahre gekommenes Vorgängerpult. Das mit 32 Kanalzügen und zwei DSP-Modulen ausgestattete AURUS wird durch zwei NEXUS-Basisgeräte mit je neun HE ergänzt. Für den weltweit ausstrahlenden Sender ist dies bereits das zweite große Projekt, welches mit Produkten aus dem Hause STAGETEC realisiert wird: Mitte der 90-er Jahre wurde die Tonregie 1 des Senders mit einem CANTUS-Digitalpult ausgestattet sowie ein NEXUS-Audionetz zur hausinternen Signalverteilung installiert.
Die Deutsche Welle benötigt ihre Tonregie 2 täglich für aktuelle Produktionen. Die Ingenieure der SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP mussten daher eine besondere Herausforderung bewältigen: Während des gesamten Umbaus war der Produktions- und Sendebetrieb rund um die Uhr zu gewährleisten. Zu diesem Zweck wurde zunächst die gesamte Verkabelung vorinstalliert und mit dem Quellenraum vernetzt. Über MADI wurde dann ein weiteres NEXUS-Basisgerät angebunden, das die Schnittstelle zu einem kleineren Übergangspult bereitstellte. »Mit dieser Interimslösung haben wir während des Umbaus den nahtlosen Betrieb ermöglicht«, merkt Norbert Schömel an, Projektleiter der SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP. Lange wurde die Zwischenlösung allerdings nicht benötigt, denn schon einen Tag nach dem Umbau wurde die erste Sendung auf dem neuen AURUS gefahren. »Dafür mussten nur ein paar Steckverbindungen umgesteckt werden«, so Schömel weiter, »und schon konnte das AURUS in Betrieb gehen.« Das Ersatzpult wird den Toningenieuren der Deutschen Welle trotzdem noch eine Weile zur Verfügung stehen, »denn durch einfaches Umstecken steht das AURUS zur Einarbeitung zur Verfügung, ohne dass der Betriebsablauf unterbrochen wird«, nennt er einen weiteren Vorteil.
Den Ausschlag für AURUS gab bei der Deutschen Welle vor allem, neben technischen Details wie einer komfortableren N-1 Matrix, die schnelle und direkte Bedienung des AURUS im Kanalzug. Ein weiteres Argument waren die kurzen Setupzeiten – nicht unwesentlich bei der Fülle unterschiedlicher Produktionen die täglich in dem Sendezentrum gefahren werden. Als beratende Ingenieure und Projektsteuerer betreut das Kieler Ingenieurbüro Muuß das Projekt, das Ende der zweiten Augustwoche abgeschlossen wurde.

