NEXUS-Server als intelligentes Bindeglied in event-basierter Hauptschaltraum-Abwicklung
Berlin, September 2010: Unter dem Namen NEXUS-Server zeigt STAGETEC ein neues System zur Optimierung von NEXUS Hauptschaltraum-Applikationen, das in enger Zusammenarbeit mit der Firma BFE entwickelt wurde. NEXUS-Server arbeitet eng verzahnt mit der übergeordneten Hauptschaltraumsteuerung KSC-Manager der BFE zusammen, die in vielen deutschen und internationalen Broadcast-Hauptschalträumen vertreten ist.
NEXUS-Server fragt vom KSC-Manager als Hauptschaltraumsteuerung viele geplante Schaltungen auf einmal ab und lässt sie zeitgerecht von der angeschlossenen NEXUS Kreuzschiene ausführen. Damit ersetzt NEXUS-Server als intelligentes Bindeglied zwischen der Hauptschaltraumsteuerung und dem NEXUS Audio-Router den sonst im KSC-Manager notwendigen, quasi als Remote-Steuerung arbeitenden Controller.
In dieser Kombination lassen sich Schaltungen eventbasiert sowohl über eine grafische Bedienoberfläche, als auch als Tabelleneingabe vorab planen und automatisch und zeitlich präzise ausführen. Je komplexer die Aufgaben des Hauptschaltraums sind, desto größer ist die Entlastung, die NEXUS-Server im Verbund mit dem KSC-Manager erzielt.
Funktionsweise
Rein technisch funktioniert die Zusammenarbeit zwischen KSC-Manager und NEXUS-Server über ein Application Programming Interface API, eine in der IT-Technik übliche Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung. NEXUS-Server fragt über diese Schnittstelle alle Schaltungen ab, die für einen bestimmten Zeitraum im KSC-Manager geplant sind und erhält daraufhin eine entsprechend aufbereitete Schaltungsliste. Im nächsten Schritt veranlasst NEXUS-Server die zeitgerechte Schaltung und meldet diese an den KSC-Manager. So kann der Hauptschaltraum-Mitarbeiter auf einen Blick erkennen, welchen Status eine NEXUS-Schaltung hat.
Fehlermanagement
Nicht nur die verbesserte Status-Übersicht ist ein großer Vorteil der engen Kooperation zwischen KSC-Manager und NEXUS-Server. Sehr wichtig ist auch die Fehlerauswertung: NEXUS-Server probiert mehrfach, eine Schaltung zu realisieren. Bleiben diese Versuche erfolglos, etwa, weil das dazu benötigte NEXUS Basisgerät gar nicht angeschlossen ist, wird dieser Fehler angezeigt. Ein Mitarbeiter kann sich dann gezielt um eine solche Rückmeldung kümmern.
NEXUS-Server erkennt zusätzlich fehlerhafte Schaltungen und manuell am NEXUS vorgenommene Eingriffe und protokolliert sie in einer Datenbank, so dass der Sender zum Beispiel nach einem Störfall den genauen Havarieverlauf rekonstruieren kann.
Auch das Zeitverhalten erfährt durch diese intelligente Schnittstelle eine deutliche Verbesserung, weil NEXUS-Server das gesamte Zeitmanagement der angeschlossenen Audiokreuzschiene übernimmt. Dieser Vorteil kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn viele Koppelpunkte zeitgleich gesetzt werden sollen. Ein Flaschenhals in der Übertragung von Schaltanforderungen wird dabei wirksam verhindert.
Betriebssicherheit
NEXUS-Server bietet einen höchstmöglichen Grad an Betriebssicherheit, wie er im Hauptschaltraum gefordert wird. Dank seiner Vernetzbarkeit können alle in der IT-Technik üblichen Sicherheitsstrategien wie beispielsweise der Betrieb gespiegelter Server angewendet werden. Jedem Kunden wird damit sein System genau nach Kundenwunsch und geforderter Redundanz maßgeschneidert. Ein weiterer Vorteil der IT-Vernetzung ist die einfache Möglichkeit, beliebig viele Bedien-Clients parallel betreiben zu können.
Referenzen
Die erste Installation des NEXUS-Server im Radio-Umfeld ist im Hessischen Rundfunk in Frankfurt in Betrieb. Diese große Kreuzschienenvernetzung aus vier unabhängigen NEXUS-Netzen mit jeweils zwei NEXUS-Servern als Master- sowie redundantem Slave-System wird während der IBC auf dem MEDIAGROUP-Messestand (Halle 8, C 80) nachgebildet und im Betrieb demonstriert. Ein Beispiel einer typischen KSC-Manager TV-Installation können Sie sich auf dem Stand der BFE (Halle 12, B 10) vorführen lassen.
Fakten zum KSC-Manager
Der KSC-Manager von BFE ist ein System, das alle relevanten Kreuzschienen in einem Hauptschaltraum steuern kann. Es stellt damit das zentrale Arbeitswerkzeug für den Anwender dar, unabhängig von der im Hintergrund schaltenden Technik. Der KSC-Manager wurde für TV-Hauptschaltraum- Applikationen entwickelt; die Installation im hr ist der erste rein auf Hörfunk abzielende Einsatz.
Im KSC-Manager lassen sich Schaltungen vorab so planen, dass sie dann zum richtigen Zeitpunkt automatisch vorgenommen werden. Mit dieser Automatisierung entfällt ein Großteil der Routineaufgaben im Hauptschaltraum und die Mitarbeiter im Tagesgeschäft können sich gezielter um kurzfristige Änderungen, eventuelle Schaltungsengpässe und die Vermeidung von Fehlern kümmern.

