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AURUS Features

N-1-System

Mit dem N-1-System lassen sich auf einfache Weise komplexe Einspielungen realisieren, wie sie beispielsweise bei Sport- und Konferenzschaltungen benötigt werden. Für jedes Eingangs-/Ausgangspaar kann festgelegt werden, ob die Ausspielung abhängig oder unabhängig von der Mischung erfolgen soll (»post«-/»pre«-Fader), darüber hinaus lässt sich der Pegel für jeden Aufschaltungspunkt individuell einstellen.

screen-n-1-matrixDie zusätzlich konfigurierbare »Off-Air-Matrix« ist eine hilfreiche Arbeitserleichterung: Alle Kommentatoren, die nicht »On Air« sind, können miteinander kommunizieren. Wird einer von ihnen in die laufende Sendung geblendet, wird er automatisch in der Konferenz abgeschaltet. Erst wenn sein Fader geschlossen wird, kann er wieder an der Konferenz teilnehmen.

Zusammengefasst zeichnet sich das N-1-System durch folgende Merkmale aus:

  • Als Quellen können Eingangs-, Gruppen- und Summenkanäle verwendet werden.
  • Die Anzahl der N-1-Busse ist mit 96 Bussen für alle Anwendungen ausreichend, sie kann individuell konfiguriert werden.
  • Die Signalquellen sind innerhalb der N-1-Matrix beliebig auf N-1-Busse aufsummierbar.
  • Die Pegel sind individuell für jeden Summierpunkt mit der grafischen Software oder vom Bedienpult aus einstellbar.

 

Automation

In das AURUS-Mischpultsystem sind serienmäßig Automationen integriert, mit denen alle Audioparameter eines Projektes gespeichert werden können. Um unterschiedlichen Anwendungen zu entsprechen, stehen drei Arten der Automation zur Verfügung:

Statische Automation

Mit der statischen Automation lassen sich alle eingestellten Parameterwerte der Audiokanäle als so genannte Snapshots abspeichern. Die Automationsdaten werden im Mischpultprojekt abgelegt und sind beim Aufrufen eines Projektes wieder verfügbar.

Gespeichert werden alle Audioparameter der konfigurierten Bearbeitungskanäle, beispielsweise alle Kanalparameter bis hin zu Metering-Einstellungen. Ein zusätzlicher Modus erlaubt auch die Speicherung von ausgewählten Funktionsgruppen, beispielsweise nur die Equalizer-Einstellungen bis hin zu Einzelfunktionen.

Innerhalb eines Projektes können bis zu 999 Snapshots verwaltet und zusammen mit dem Projekt auf der Festplatte oder einem Wechselmedium abgelegt werden.

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Scene-Automation
Mit der Scene-Automation können Snapshots in beliebiger Reihenfolge abgespeichert und tastengesteuert Szene für Szene wieder abgerufen werden. Neben der Einstellung von Blendzeiten können auch unterschiedliche Schalthandlungen wie beispielsweise der Start von Zuspielern sowie Lichtsignale ablaufgesteuert aktiviert werden. Außerdem können MIDI-Kommandos zur Klangerzeugung oder Effektsteuerung an externe Geräte gesendet werden. Die Snap-Mix-Funktion erlaubt es, dynamische Mixe auf Tastendruck in den Ablauf einzubinden.

Dynamische Automation
Die dynamische Automation wird vom Timecode gesteuert und erfasst die Änderungen aller Audioparameter innerhalb einer Mischung. Da die Speicherung im 10ms-Raster erfolgt, verläuft der Mix präzise sowie sprung- und ruckelfrei. Die dynamische Automation liest und schreibt alle audiobezogenen Parameter wie Drehgeber- oder Pegelsteller-Einstellungen und Tasteneingaben. Dabei ermöglichen Mix-Scope-Einstellungen, die Abspeicherung bis auf Einzelfunktionen einzuschränken. Zahlreiche Korrekturfunktionen ermöglichen, sich schrittweise an die optimale Mischung heran zu arbeiten.

AURUS mit integrierter Audio-Signalanalyse

rtw-tm9-1AURUS-Benutzer können ihr Pult auf Wunsch mit einer integrierten OEM-Version der RTW TM9 Audio-Signalanalyse ausstatten. Die Signalmessung erfolgt – wie bei der externen Ausführung auch – in der angeschlossenen NEXUS-Audiomatrix; die Messeinheit ist jedoch unsichtbar in den Korpus der Konsolen verbaut. Zur visuellen Darstellung des Meterings dient der TFT in der Zentralsektion des Pultes, der mit einem Knopfdruck umgeschaltet werden kann. Im Unterschied zur Stand-Alone-Version erfolgt die Konfiguration nicht über Touch-Monitor, sondern über das Grafik-Tablett des AURUS-Pultes.

rtw-tm9-2Die integrierte OEM-Version der TM9 bietet die gleiche Funktionalität und den gleichen Bedienkomfort wie die externe Version: Die Instrumente können auf dem Bildschirm frei skaliert und positioniert werden. Selbst mehrere Instrumente desselben Typs können gleichzeitig angezeigt werden, auch wenn sie verschiedenen Eingangskanälen und -konfigurationen zugeordnet sind. Zur Verfügung stehen unter anderem Instrumente wie Loudness-Metering, True-Peak-Metering, Surround-Analyse oder ein 2-Kanal-Audio-Vektorskop.

Bibliotheken für Kanalparameter

Neben der Automation, bietet AURUS eine weitere Möglichkeit Parameter eines Projektes zu speichern. In so genannten Bibliotheken (Libraries) werden Einstellungen des Equalizers und der Dynamikeinheiten verwaltet. Die Kanalparameter lassen sich unabhängig vom Projekt speichern, sind aber nach dem Laden eines Projektes verfügbar. Außerdem kann die Bibliothek auch als projektunabhängige Datei exportiert werden.

In die Bibliothek können Einstellungen von folgenden Signalbearbeitungseinheiten aufgenommen werden: Filter/Equalizer, Dynamikkompressor, Limiter, Expander/Noise Gate, Eingangsgain.

Maschinensteuerung

AURUS bietet serienmäßig eine Fernsteuerung (»Remote Control«)an, mit der sich externe Geräte der Studioperipherie steuern lassen. Flexibe Softwaremodule ermöglichen relativ einfach, unterschiedlichste Maschinen anzusprechen. Steuerbar sind die Geräte über zwei getrennte Bedienfelder, die nicht auf einzelne Maschinen festgelegt sondern umschaltbar sind.
Angeschlossen werden die zu steuernden Geräte an serielle Schnittstellen der AURUS-Steuerkarte oder an serielle bzw. parallele NEXUS-Interface-Baugruppen (XCI, XRI).
Ein Jogwheel ermöglicht eine Shuttle-Steuerung (Varispeed) oder eine bildweise Positionierung der zu steuernden Geräte. Es lassen sich Timecode-Marken anlegen und verwalten, und mit der Schleifenfunktion kann eine zuvor definierte Passage im Endlosbetrieb wiedergeben werden.
Mit der Fernsteuerung können aber nicht nur externe Geräte sondern auch der AURUS-interne Timecode-Generator gesteuert werden. Er wird beispielsweise für die dynamische Automation genutzt, wenn keine externe Referenz zur Verfügung steht.

Logic Control

Die NEXUS Logic Control ist ein flexibles, programmierbares Logiksystem für Schalt- und Steuerfunktionen, die jeder Anwender entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen definieren kann. Über die Logic Control können diverse Parameter des NEXUS-Systems abgefragt werden, beispielsweise Koppelpunktschaltungen, Faderstartkontakte, ein- und ausgangsseitige Pegel und die Signalisierung systeminterner Fehlerzustände. In Verbindung mit einer AURUS-Konsole lassen sich auch bestimmte Mischpultfunktionen ermitteln, etwa Fader-Fernstartkontakte oder Maschinensteuerungstasten.
Die Logic Control kann eine Vielzahl von unterschiedlichen Ausgängen und Ereignissen steuern, beispielsweise die Rotlichtsteuerung, Räuspertasten, Sendeschalter, Leitungspegelüberwachung, Koppelpunktüberwachung, Faderstarts, automatische Havarie-Schaltungen und Kommandoanlagen.

Drahtlose Kanalerweiterungseinheit

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Bei der drahtlosen Kanalerweiterungseinheit, dem sogenannten AURUS Virtual Surface, handelt es sich um eine Software die auf einem Tablett-PC mit Touch-Screen betrieben wird.
Über WLAN mit dem AURUS vernetzt, erweitert diese kleine, mobile Fernbedienung die AURUS-Konsole um 16 Faderzüge. Ausgewählte Bereiche der Pultoberfläche können auf dem Tablett-PC dargestellt und die Bedienung von Fadern, Drehgebern und Drucktasten mit der Maus ermöglicht werden. Auch die Signalisation im Kanalzug entspricht der Darstellung in der Konsole. Die auf den Tablett-PC erarbeiteten Einstellungen können dann im AURUS-Pult abgespeichert werden. Die AURUS Virtual Software kann selbstverständlich an bereits bestehenden Mischpultsystemen nachgerüstet werden.
Das AURUS Virtual Surface war zunächst für den Theaterbetrieb gedacht, bei dem der Tonmeister auf einfache Weise aus dem Saal heraus das Mischpult in der Tonregie steuern möchte. Inzwischen zeigen aber auch zahlreiche Broadcaster großes Interesse, sei es für den Probenbetrieb bei großen TV-Shows oder sogar zur Umsetzung neuer Sendeformate.

Offline-Editor: AURUS-Konfigurationen ohne Pult

Vor allem Anwender in häufig wechselnden Produktionsumgebungen werden die Offline-Konfigurationsmöglichkeiten des AURUS schätzen, denn sie bringen Zeit- und Kostenvorteile bei Produktionen mit engem Timing, beispielsweise auf dem Ü-Wagen oder bei Live-Events.
Mit dem Offline-Editor ist die Konfiguration eines AURUS schon möglich, wenn die Konsole noch gar nicht vor Ort, sondern noch bei einer anderen Produktion im Einsatz ist. Sämtliche vorbereitenden Arbeiten wie Kanalzuweisungen, Summen- und Gruppenkonfigurationen sowie ähnliches werden in einem einfach zu bedienenden Stand-Alone-Editor auf einem PC vorgenommen und auf einem USB-Stick als Projekt gespeichert. Dieses Projekt kann dann im AURUS wie jedes Projekt geladen werden. Auch der entgegengesetzte Weg ist möglich: Projekte können aus der Konsole importiert und im Offline-Editor weiter bearbeitet werden. Die jeweils aktuelle Handwarekonfiguration des AURUS ist im Editor enthalten und wird bei Änderungen und Updates aktualisiert.

NEXUS-Konfiguration im AURUS

Ähnlich zeitsparend gestalten sich Konfigurationen des NEXUS-Audionetzes, wenn sie über die Zentralbedienung des AURUS erfolgen. Es lassen sich auch Koppelpunkte, Filtereinstellungen und andere Parameter für das Audionetz selbst dann setzen, wenn die NEXUS-Hardware nicht mit der AURUS-Konsole verkabelt ist.
Besonders in der Außenübertragung führte dies gelegentlich zu Wartezeiten für das Team auf dem Ü-Wagen, weil mit dem Setup des Audionetzwerkes erst begonnen werden konnte, wenn alle NEXUS-Stageboxen installiert waren. Im neuen Offline-Modus kann die Konfiguration sofort beginnen, da hier die fehlenden NEXUS-Basisgeräte simuliert werden können. Nach Anschluß der Stageboxes können die vorbereiteten Einstellungen ohne Zeitverlust geladen werden.