Professionelle
Qualität
NEXUS STAR wurde für den professionellen Einsatz konzipiert.
Neben der herausragenden Audioqualität wurde bei der Entwicklung
auch auf eine außerordentlich hohe Zuverlässigkeit Wert
gelegt – auch gegen äußere Einflüsse wie beispielsweise
Störungen der Stromversorgung oder defekte Glasfaserkabel.
Audioqualität
Im gesamten NEXUS-Netzwerk sichern erstklassige analoge Audiokomponenten
höchste Klangtreue bei Aufnahme, Abmischung und Beschallung. Die
A/D- und D/A-Wandler liefern 133 dB(A) Dynamik, der Mikrofon-A/D-Wandler
sogar über 150 dB.
NEXUS STAR erfüllt alle Anforderungen der IRT-Pflichtenhefte 3/2
und 3/5 auch für analoge Ein- und Ausgänge. Digitale und
analoge Audiokomponenten wurden erfolgreich durch die Rundfunk-Betriebstechnik
(RBT) Nürnberg sowie den italienischen und den Schweizer Rundfunk
geprüft.
Glasfaservernetzung
Die Verkabelung des Systems wird auf ein Minimum reduziert. NEXUS
STAR und die NEXUS-Basisgeräte werden ausschließlich mit Duplex-Glasfaserkabeln
vernetzt, über die neben den Audiosignalen auch Wordclock und
Steuerdaten verteilt werden. Das vermeidet Probleme bei der Installation
weiträumig verteilter Systeme und im mobilen Einsatz.
Dezentrale Steuerung
Die Grundfunktionen des NEXUS STAR sind, dank eigener Steuerkarte,
von Bedienrechnern und Glasfaserverbindungen unabhängig. Der Ausfall
von Bedienrechnern hat deshalb keinerlei Einfluss auf die Tonübertragung
im Audionetzwerk.
Das Nachrichtensystem vom NEXUS-Netzwerk nutzt alle im Basisgerätenetz
verfügbaren Verbindungswege. Dadurch funktioniert es auch
bei Ausfällen einzelner Glasfaserverbindungen oder Basisgeräte – das
Audionetzwerk bleibt weitgehend kontrollierbar. Eventuell entstehende
Teilnetze bleiben dabei für sich funktionsfähig.
Datenerhalt
Der Arbeitsspeicher auf den Steuerkarten von NEXUS STAR (RCX) und
den NEXUS-Basisgeräten (XCPU) ist batteriegepuffert. Bei Unterbrechung
der Stromversorgung bleibt der letzte Zustand des Systems gespeichert.
Wird der Router wieder mit Strom versorgt, stellt die Steuerkarte innerhalb
weniger Sekunden den letzten Zustand der Baugruppen wieder her – NEXUS
STAR ist unmittelbar betriebsbereit.
Auch Systemeinstellungen und die Signalverteilung in NEXUS STAR sind
Teil des Datenerhalts: Wird das gesamte NEXUS-Audionetzwerk eingeschaltet,
nimmt es seinen letzten Zustand nach einigen Sekunden wieder ein. Das
alles funktioniert im NEXUS-System autark und unabhängig von den
Bedienrechnern.
Selbstüberwachung
NEXUS STAR und das NEXUS-Netzwerk überwachen ständig ihre
eigenen Funktionen und den Zustand des Basisgerätenetzes. Unter
anderem werden folgende Probleme erkannt und gemeldet:
- ausgefallene oder falsch gesteckte Baugruppen
- Ausfall von Glasfaserverbindungen
- Netzteilausfälle
- Ausfall der Synchronquelle
- Ausfall von Basisgeräten im Netz
- erschöpfte Verteilkapazität von Basisgeräten oder Verbindungen
Ausgefallene oder falsch gesteckte Interface-Baugruppen haben
normalerweise keinen Einfluss auf sonstige Funktionen des Basisgerätes
und anderer Baugruppen. Es können sogar Baugruppen während
des laufenden Betriebs getauscht werden.
Ausfallanzeigen
Fehlermeldungen werden im ganzen NEXUS-Netz verteilt und auf allen aktiven
Bedienrechnern angezeigt. Das grafische Bedienprogramm protokolliert
die Fehlermeldungen außerdem in einer Logdatei, um
eine nachträgliche Fehleranalyse zu erleichtern.
Das grafische Bedienprogramm zeigt ausgefallene Baugruppen, Netzteile
und Basisgeräte in der Systemdarstellung durch eine rote
Färbung an und gibt so eine schnelle Übersicht über
den Systemzustand. Ein spezielles Power-Check-Fenster bietet
darüber hinaus detaillierte Informationen zu den Versorgungsspannungen
in den Basisgeräten.
Glasfaser-Redundanz
In vielen NEXUS-Installationen sind die Kabelverbindungen
von den NEXUS-Basisgeräten
zum NEXUS STAR doppelt ausgelegt, um einen redundanten Kabelweg zur Verfügung
zu stellen. Bei diesen redundanten Verbindungen sendet NEXUS jedes Signal
vom Basisgerät an den NEXUS STAR grundsätzlich parallel auf beiden
Wegen. In NEXUS STAR wird dann entschieden, welches der beiden ankommenden
Signale weiter verwendet wird. Beide Signale werden ständig mittels
Checksummenprüfung auf Bitfehler getestet. Im Normalfall ignoriert
NEXUS das zweite, redundante Signal. Tritt im genutzten Signal ein Fehler
auf, während das parallel gesendete Signal fehlerfrei ist, schaltet
NEXUS automatisch innerhalb eines Abtasttaktes auf den anderen Port um.
Das Ergebnis ist eine unterbrechungsfreie, unhörbare Umschaltung
auf das noch anliegende Signal – eine echte Redundanz. Gleiches gilt
natürlich für den Rückweg von NEXUS STAR zum Basisgerät.
Service und Wartung
Das NEXUS-Audionetzwerk und NEXUS STAR sind weitgehend wartungsfrei
konzipiert, selbst »analoge« Baugruppen müssen
nicht mehr abgeglichen werden – es gibt keine Einstellpotenziometer.
Der Wartungsaufwand beschränkt sich auf einen alle fünf Jahre
durchzuführenden Austausch der Datenerhaltbatterie
in der RCX/XCPU, sofern das System feststellt, dass diese erschöpft
sind.
Ein Servicefall wird auf vielfältige Weise unterstützt:
- Ein Bedienrechner, beispielsweise ein Notebook-PC, kann zur Fehleranalyse
im NEXUS-Netz
angeschlossen werden.
- Die grafische Systemdarstellung des Bedienprogramms zeigt die räumliche
Position ausgefallener Baugruppen an.
- Alle Signalanschlüsse und Baugruppen sind von vorne zugänglich
und können
dadurch leicht überprüft werden.
- Alle Baugruppen (außer RCX) können im laufenden Betrieb
gezogen und gesteckt werden, ohne die Signale anderer Karten zu stören
(»Hot Swap«).
- Ausgetauschte Karten werden innerhalb weniger Sekunden auf den aktuellen
Zustand eingestellt.
- Die Firmware im gesamten NEXUS-Netz kann über einen Bedienrechner
aktualisiert werden.
- Auf Wunsch ist ein Fernwartungssystem lieferbar, das einen schnellen
und kostengünstigen
Hersteller-Support via ISDN, analoger Telefonleitung oder Internet ermöglicht.
- Über alle gemeldeten Vorkommnisse wird in den Bedienrechnern Log geführt.
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