Glasfaser-Verbindungskarte für NEXUS-STAR-Systeme
- Vernetzung von NEXUS-Basisgeräten über konventionelle
Duplex-Glasfaserkabel
- 1...4 Ports, je nach Anwendung bestückt, Änderungen
jederzeit möglich
- je Port 256 Audiokanäle plus Steuerdaten/Synchrondaten
- keine weitere Verkabelung für Steuerung und Synchronisation
zwischen den Basisgeräten erforderlich
- weitreichende Fehlererkennung
- erlaubt redundante Verbindungen, automatische Umschaltung innerhalb
eines Audiosamples
Die Glasfaser-Verbindungskarte RFOC (Router Fibre-Optic Connection
) ist eine Interface-Baugruppe für das NEXUS-Bussystem und dient
der Verbindung von NEXUS STAR-Routern untereinander und der Anbindung
an das NEXUS-System über konventionelle Duplex-Glasfaserkabel.
Sie stellt vier unabhängige, bidirektionale Verbindungen
zur Verfügung, über die alle für den Betrieb des Audionetzwerks
notwendigen Audio- und Steuerdaten übertragen werden. Eine zusätzliche
Verkabelung zwischen den Basisgeräten ist nicht erforderlich.
Die auf der Baugruppe verfügbaren Ports sind weitgehend unabhängig
aufgebaut.
Glasfaserverbindung
Die Verwendung von Glasfasern erlaubt hohe Übertragungsraten
(bis 1250 MBit/s) und Entfernungen von bis zu 100 Kilometern zwischen
zwei Basisgeräten, sodass räumlich weit verteilte Audionetzwerke
realisierbar sind.
Auf jeder Glasfaser können je Verbindung und Richtung gleichzeitig
je nach gewähltem Modus 256 oder 512 Audiokanäle sowie Steuerdaten
und Synchroninformationen übertragen werden.
Dadurch wird die Karte unterschiedlichsten Anwendungen gerecht.
Übertragungskapazitäten
Die verfügbare Bandbreite von 1,25 GBit reicht aus, um zukünftig
auch Datenströme zu bündeln. Dadurch können auf einer einzigen Faser
512 Kanäle übertragen werden - die Daten von zwei Basisgeräten.
Diese Bündelung bedeutet vor allem bei sehr langen Übertragungsstrecken
erhebliche Einsparungen in der Installation.
Kapazitäten je Port
Für eine effektive Auslastung der Ein- und Ausgangsressourcen können
die Ports der Baugruppe RFOC in zwei unterschiedlichen Modi betrieben
werden:
256-kanaliger Modus
- je Port 64 Ein- und Ausgangskanäle
512-kanaliger Modus
- Bündelung von max. 2 Ports zu 512 Kanälen (2 × 256)
- erlaubt die Kommunikation mit 2 Basisgeräten à 256 Kanäle
Die Zuordnung der Kapazitäten ist in ihrer geografischen oder zeitlichen
Abfolge nicht eingeschränkt.
Audiokanäle
Die Audiokanäle werden mit einer vollen 30-Bit-Auflösung unkomprimiert übertragen.
Hierdurch sind AES/EBU-Signale vollständig und transparent
zwischen zwei Basisgeräten austauschbar.
Steuerdaten
Die Steuerdaten bilden einen transparenten, zu Audio- und Synchrondaten
asynchronen Übertragungskanal, der gepuffert wird. Die Nettodatenrate
hängt von Systemtakt, Betriebsart und eingesetztem
Protokoll ab.
Die Steuerdaten werden hauptsächlich für die Systemsteuerung
und Kommunikation der Basisgeräte untereinander benutzt, können
aber auch Zusatzdaten im NEXUS-Netzwerk verteilen.
Synchroninformationen
Die Synchroninformationen enthalten die interne Wordclock des sendenden
Basisgerätes. Ein Basisgerät kann auf eine beliebige Glasfaserverbindung
synchronisiert werden, und seine interne synchronisierte
Wordclock steht am Wordclock-Ausgang der Steuerkarten RCX
und XCPU zur Verfügung. In einem NEXUS-Netzwerk kann daher ein Basisgerät
als Master dienen, zu dem sich alle anderen Basisgeräte über
die Glasfaser-Verbindungen synchronisieren - eine externe Wordclock-Verbindung zwischen
den Basisgeräten wird nicht benötigt.
Kompatibilität und Übertragungssicherheit
Die Glasfaserverbindungskarte RFOC ist protokollkompatibel mit der NEXUS-Baugruppe
XFOC07. Die Datenströme der jeweiligen Ports werden in Blöcke
aufgeteilt und mit einer Signatur versehen, die von den Empfängern
verifiziert wird. Im Fehlerfall werden von den Karten selbstständig
die Audiodaten der jeweiligen Ports nach Ablauf einer Pufferzeit
stummgeschaltet.
Die Vorverarbeitung der Kommunikationsdaten erfolgt mit einem zusätzlichen
Signalprozessor, der von einem Watchdog überwacht wird.
Durch einen weitgehend unabhängigen Aufbau der Ports wird eine
hohe Sicherheit gegen Hardwarefehler bei Redundanzbetrieb über dieselbe
Karte erreicht. Eine Schnellumschaltung ohne Datenverlust ermöglicht
die Speicherung des letzten Audioabtastwertes.
Optionen
Auf Wunsch sind weitere optische Transceiver lieferbar:
- mit verschiedenen Wellenlängen
- für Entfernungen bis 100 km
- mit bidirektionalen Modulen (beide Richtungen auf nur einer Glasfaser)
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