Professionelle Qualität
NEXUS wurde für den professionellen Einsatz konzipiert. Neben
der herausragenden Audioqualität wurde bei der Entwicklung auch
auf eine außerordentlich hohe Zuverlässigkeit Wert gelegt – auch
gegen äußere Einflüsse wie beispielsweise Stromausfall
oder defekte Glasfaserkabel.
Audioqualität
Erstklassige analoge Audiokomponenten sichern höchste Klangtreue
bei Aufnahme, Abmischung und Beschallung. Die A/D- und D/A-Wandler
liefern bis zu 133 dB(A) Dynamik, der Mikrofon-A/D-Wandler sogar
158 dB(A).
NEXUS erfüllt alle Anforderungen der IRT-Pflichtenhefte 3/2
und 3/5, auch für analoge Ein- und Ausgänge. Digitale und
analoge Audiokomponenten wurden erfolgreich durch die Rundfunk-Betriebstechnik
(RBT) Nürnberg sowie den italienischen und den Schweizer Rundfunk
geprüft.
Glasfaservernetzung
Die Verkabelung des Systems wird auf ein Minimum reduziert. NEXUS-Basisgeräte
werden ausschließlich mit Duplex-Glasfaserkabeln
vernetzt, über die neben den Audiosignalen auch Wordclock
und Steuerdaten verteilt werden. Das vermeidet Probleme bei
der Installation weiträumig verteilter Systeme und im mobilen
Einsatz.
Dezentrale Steuerung
Die Grundfunktionen eines Basisgeräts sind, dank eigener
Steuerkarte, von Bedienrechnern und Glasfaserverbindungen
unabhängig. Der Ausfall von Bedienrechnern hat deshalb
keinerlei Einfluss auf die Tonübertragung im Audionetzwerk.
Das Nachrichtensystem von NEXUS nutzt alle im Basisgerätenetz
verfügbaren Verbindungswege. Dadurch funktioniert es auch
bei Ausfällen einzelner Glasfaserverbindungen oder Basisgeräte – das
Audionetzwerk bleibt weitgehend kontrollierbar. Eventuell entstehende
Teilnetze bleiben dabei für sich funktionsfähig.
Datenerhalt
Der Arbeitsspeicher auf der Steuerkarte XCPU jedes Basisgeräts
ist batteriegepuffert. Bei Unterbrechung der Stromversorgung bleibt
der letzte Zustand des Basisgeräts gespeichert. Wird das Basisgerät
wieder mit Strom versorgt, stellt die Steuerkarte innerhalb weniger
Sekunden den letzten Zustand der Baugruppen wieder her – das
Basisgerät ist unmittelbar betriebsbereit.
Auch Systemeinstellungen und die Signalverteilung im Basisgerät
sind Teil des Datenerhalts: Wird das gesamte NEXUS-Audionetzwerk
eingeschaltet, nimmt es seinen letzten Zustand nach einigen Sekunden
wieder ein. Das alles funktioniert autark im NEXUS-System unabhängig
von den Bedienrechnern. Selbstüberwachung
Die Basisgeräte überwachen ständig ihre eigenen Funktionen
und den Zustand des Basisgerätenetzes. Unter anderem werden
folgende Probleme erkannt und gemeldet:
- ausgefallene oder falsch gesteckte Baugruppen
- Ausfall von Glasfaserver-
bindungen
- Netzteilausfälle
- Ausfall der Synchronquelle
- Ausfall von Basisgeräten im Netz
- erschöpfte Verteilkapazität von Basisgeräten oder Verbindungen
Ausgefallene oder falsch gesteckte Interface-Baugruppen haben normalerweise keinen
Einfluss auf sonstige Funktionen des Basisgerätes und anderer Baugruppen. Es
können sogar Baugruppen im laufenden Betrieb getauscht werden.
Ausfallanzeigen
Fehlermeldungen werden im ganzen Basisgerätenetz verteilt
und auf allen aktiven Bedienrechnern angezeigt. Das grafische
Bedienprogramm protokolliert die Fehlermeldungen außerdem
in einer Logdatei, um eine nachträgliche Fehleranalyse
zu erleichtern.
Das grafische Bedienprogramm zeigt ausgefallene Baugruppen,
Netzteile und Basisgeräte in der Systemdarstellung
durch rote Färbung an und gibt so eine schnelle Übersicht über
den Systemzustand. Ein spezielles Power-Check-Fenster bietet darüber
hinaus detaillierte Informationen der Versorgungsspannungen in den
Basisgeräten.
Redundanz
Zusätzliche Sicherheit durch Redundanz – NEXUS erlaubt
den parallelen Einsatz einer Vielzahl von Ressourcen.
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Glasfaserverbindungen Zwischen den Basisgeräten können
redundante Glasfaserverbindungen verlegt werden. Fällt
eine Glasfaserverbindung aus, wird innerhalb eines Abtastwertes
automatisch auf eine Reserveverbindung umgeschaltet.
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Synchronquellen Die automatische Quellenwahl bei Ausfall der
aktuellen Synchronquelle ist fester Bestandteil von NEXUS. Steht
keine externe Ersatzquelle mehr zur Verfügung, so wird auf den
internen Taktgenerator eines Basisgerätes umgeschaltet.
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Netzteile Basisgeräte können mit redundanten Netzteilen
bestückt werden, beispielsweise für den Betrieb an getrennten
Stromkreisen. Fällt ein Netzteil (oder seine Stromversorgung)
aus, so erfolgt die Versorgungsübernahme unterbrechungsfrei
durch ein Reservenetzteil.
Service und Wartung
NEXUS ist weitgehend wartungsfrei konzipiert, selbst »analoge« Baugruppen
müssen nicht mehr abgeglichen werden – es gibt keine Einstellpotenziometer.
Der Wartungsaufwand beschränkt sich auf einen alle fünf
Jahre durchzuführenden Austausch der Datenerhaltbatterie in
der XCPU, sofern das System feststellt, dass diese erschöpft sind.
Ein Servicefall wird auf vielfältige Weise unterstützt:
- Ein Bedienrechner, beispielsweise ein Notebook-PC, kann zur Fehleranalyse
jederzeit an beliebige Basisgeräte im Netz angeschlossen werden.
- Die grafische Systemdarstellung des Bedienprogramms
zeigt die räumliche Position ausgefallener Baugruppen an.
- Alle Signalanschlüsse und Baugruppen sind
von vorne zugänglich und können dadurch leicht überprüft
werden.
- Alle Baugruppen können im laufenden Betrieb
gezogen und gesteckt werden, ohne die Signale anderer Karten zu
stören (Hot Swap).
- Ausgetauschte Karten werden innerhalb weniger
Sekunden auf den aktuellen Zustand eingestellt.
- Die Firmware im gesamten Basisgerätenetz
kann über einen Bedienrechner aktualisiert werden.
- Auf Wunsch ist ein Fernwartungssystem lieferbar,
das einen schnellen und kostengünstigen Hersteller-Support
via ISDN-, analoger Telefonleitung oder Internet ermöglicht.
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