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NEXUS ist nicht nur Koppelfeldsystem
und Audionetzwerk: Die NEXUS-Signalprozessor-Baugruppe
XDSP ermöglicht eine digitale Audio-Signalverarbeitung
innerhalb des NEXUS-Systems. Es sind hierfür
die unterschiedlichsten Software-Bearbeitungsmodule,
wie etwa verschiedene Arten von Equalizern,
Dynamikprozessoren, Pegelbearbeitungen
oder Signalverzögerungen lieferbar.
In NEXUS-Basisgeräten lassen sich
je nach Anforderungen auch mehrere Baugruppen
XDSP einsetzen.
Die Baugruppe wird weiterhin für bestimmte Systemoptionen eingesetzt, etwa
für Summenmatrizen oder die umfangreiche Kommando- und Einspielmatrix.
Bei der neu entwickelten Version XDSP04 wurde die Performance bei unveränderter
Stromaufnahme gegenüber früheren Baugruppen wesentlich
gesteigert: Mit der fünffachen Rechenleistung können jetzt beispielsweise
64 Pegelsteller, 56 Dynamikmodule, 14 Equalizer-Delay-Kombinationen
oder 16×8-in-1-Summierer je Baugruppe gerechnet
werden.
Für
systemintegrierte Signalbearbeitung bietet
NEXUS die Signalprozessorkarte
XDSP. Diese Baugruppe ist auch mit verkürzter
Bauform ohne Frontplatte lieferbar;
damit lässt sich diese Varianten Platz
sparend hinter Frontplatten von anderen
8-TE-Baugruppen installieren.
Systemweite einheitliche Bedienung
Die Signalbearbeitungsfunktionen können unabhängig
vom physikalischen Standort der XDSP-Karten an
jedem Punkt des Koppelfeldsystems genutzt und anwenderfreundlich
mit der NEXUS-Software bedient werden. Die Einstellung dieser
Parameter erfolgt je nach Typ der DSP-Ressourcen über das Parameter-
oder das Equalizer-Fenster, über speziell entwickelte Bedienfenster
oder über allgemein gehaltene Modulparameterfenster.
DSP-Signalbearbeitungsmodule werden im grafischen Bedienprogramm
wie externe Effektgeräte behandelt: Die Module erscheinen in
den Matrixfenstern als zusätzliche »Ein- und Ausgänge« und
werden durch einfaches Setzen von Koppelpunkten in den
Signalweg eingeschleift.
Kostengünstige Lösung
Neben dem Vorteil der hardware- und softwareseitigen Systemintegration – auf
externe Geräte muss nicht zurückgegriffen werden – können
auch NEXUS Eingangs- und Ausgangsbaugruppen für den Anschluss
der nicht benötigten externen Bearbeitungsgeräte eingespart
werden. Eine aufwändige elektrische und mechanische Installation
dieser Geräte entfällt gleichfalls. Signalbearbeitungsmodule
Die vielfältig kombinierbaren Signalbearbeitungsfunktionen
werden von Stage Tec auf Kundenwunsch konfiguriert. Neben der
Standardausführung mit Equalizer, Delay und Pegeleinstellung
sind eine Vielzahl weiterer Bearbeitungsmodule implementierbar.
›
Pegel- und Delayeinstellung Der Pegel ist über einen grafischen
Schiebesteller einstellbar, zusätzlich kann
das betreffende Audiosignal verzögert werden. Die
maximale Verzögerungszeit – bis
zu mehreren Sekunden – ist abhängig
von der Anzahl der konfigurierten Verzögerungsmodule
je Baugruppe.

› Parametrischer
Equalizer Der parametrische Equalizer bietet mehrere Filter, die jeweils
getrennt in Frequenz, Güte und Verstärkung/Dämpfung einstellbar
sind. Als Filtertypen sind neben dem gebräuchlichen Peak-Filter
auch Hi-Shelving-, Lo-Shelving-, Hochpass-, Tiefpass- und Notch-Filter
möglich. Über die Schaltflächen »Bypass« und »Linear« lassen
sich sowohl einzelne Filter als auch der gesamte Equalizer überbrücken
beziehungsweise linearisieren.
Der Amplitudengang des eingestellten Filters und der resultierende
Amplitudengang werden grafisch dargestellt. Zusätzlich wird der
aktuelle Ausgangspegel im Dialogfenster angezeigt. Vom Anwender
getroffene Einstellungen lassen sich auf weitere Equalizer kopieren.
› Dynamikeinheiten Für eine Dynamikbearbeitung
sind verschiedene DSP-Ressourcen verfügbar: Kompressoren,
Limiter, Expander oder Noise Gates. Die Bedienfenster der Dynamikeinheiten
sind übersichtlich und modular aufgebaut. Dabei bieten
die Einstellmöglichkeiten der Parameter Threshold, Gain, Attack,
Hold und Release einen weitreichenden technischen und
kreativen Bearbeitungsspielraum. Als optische Rückmeldung
wird das resultierende Dynamikverhalten in einem Diagramm grafisch
dargestellt.
- Kompressor Der Dynamikkompressor wird für eine Verringerung
der Programmdynamik eingesetzt. Der Parameter Threshold ist im Bereich –40…0 dBFS
einstellbar, das komprimierte Signal kann im Bereich 0…63,8 dB
nachverstärkt werden. Das Zeitverhalten lässt sich weitreichend
an das Programmmaterial anpassen, beispielsweise sind Einschwingzeiten
im Bereich von 20 µs bis 399 ms möglich, der Einstellbereich
der Parameter Hold und Release beträgt 10…10.000 ms.
Die vollständige Variationsbreite von Kompressionsverhältnissen
zwischen unkomprimiert (1:1) und Begrenzung (1:50) sind wählbar.
- Limiter Mit dem Begrenzer kann der Ausgangspegel dynamisch
auf einen bestimmten, einstellbaren Wert begrenzt werden. Die einstellbaren
Parameter sind weitgehend mit denen des Kompressors identisch, jedoch
ist das Kompressionsverhältnis beim Limiter auf 1:50 festgelegt.
- Expander Mit dem Expander kann die Dynamik – unterhalb
einer einstellbaren Ansprechschwelle – erweitert werden. Der
Parameter Threshold ist einstellbar im Bereich –65…5 dBFS,
und das Expansionsverhältnis im Bereich 1:1…15:1. Die Parameterbereiche
von Verstärkung und Zeitverhalten sind identisch mit denen des
Kompressors.
- Gate Mit dem Noise-Gate lassen sich Pegel, die unterhalb
einer einstellbaren Ansprechschwelle liegen, dynamisch stummschalten – sinnvoll
beispielsweise zur Unterdrückung von Störgeräuschen.
Im Gegensatz zum Expander ist bei diesem Dynamikbearbeitungsmodul das
Expansionsverhältnis prinzipbedingt auf 50:1 festgelegt.
›
Frequenzweiche Für die Ansteuerung von aktiven Lautsprechersystemen
sind Frequenzweichenmodule lieferbar. Die Bedienung erfolgt
ebenfalls über Parameter-Dialogfenster im NEXUS-Matrixprogramm.
Die universellen Module bieten einen Einstellbereich der Übergangsfrequenz
von 20 Hz bis 20 kHz, die Filtergüte »Q« lässt
sich umschalten zwischen 6, 12, 18 und 24 dB/Okt.
›
Sampledelay Für die Korrektur von Phasenlaufzeiten zwischen
Lautsprechern sind z.B. Verzögerungseinheiten mit sehr
kurzen Laufzeiten bis 500 Samples lieferbar. Die Einstellschrittweite
beträgt hier nur ein Sample, somit können bei einer Abtastfrequenz
von 48 kHz Verzögerungszeiten mit 20 µs oder
Distanzen von 7 mm aufgelöst werden.
› Summenmatrizen Summenmatrizen erlauben die »Aufschaltung« mehrerer
Eingänge auf einen Ausgang – die Eingangssignale werden hierbei
nicht geschaltet, sondern mithilfe einer XDSP-Baugruppe summiert. Auch
die Option »Summenmatrizen« ist vollständig in das NEXUS-Audiosystem
eingebunden, und die Bedienung der Summenmatrizen erfolgt in
zusätzlichen Dialogfenstern »Sum Matrix«, die von
der Bedienphilosophie den normalen Matrix-Fenstern entsprechen.

› Monobuilder Der Monobuilder ermöglicht
die Zusammenfassung von zwei beliebigen Eingangssignalen – auch
der beiden Kanäle eines Stereosignals – zu einem Monosignal.
Um Pegeldifferenzen zwischen dem Mono- und Stereosignal
zu vermeiden, wird der Pegel um 3 dB abgesenkt, andere Werte sind
auf Wunsch lieferbar.
› Pegel/Delay-Matrix Für eine richtungsbezogene
Verteilung von Mikrofonsignalen oder anderen Quellen auf ein dezentrales
Lautsprechersystem ist
eine Pegel/Delay-Matrix lieferbar. Aufgrund üblicherweise komplexer
akustischer Gegebenheiten kann die notwendige Beschallung der Räumlichkeiten
bei Festinstallationen über eine Vielzahl von Lautsprechersystemen
erfolgen. Deren getrennte Ansteuerbarkeit erlaubt eine große Flexibilität
in der jeweiligen örtlichen Steuerung der Direktschallversorgung
bei gleichzeitiger Ausblendung von Bereichen, die zu Rückkopplungsproblemen
führen würden. Durch die Ansteuerung der Systeme über eine
Pegel/Delay-Matrix wird eine richtungsbezogene Beschallung für alle
Zuhörer erreicht – unabhängig vom Ort. Ferner wird
durch die hohe Anzahl von Lautsprechersystemen und Leistungsverstärkern
eine große Sicherheit gegenüber Ausfällen erzielt. Die
Pegel/Delay-Matrix dient der definierten Verteilung der Eingangssignale
auf die Ausgänge. In jedem Aufschaltungspunkt der Matrix befinden
sich unabhängige Summierstufen, Verstärkungseinstellungen
und Signalverzögerungen. Die individuellen Parameter werden
während der Planung und des Einmessvorgangs festgelegt und
können dann im laufenden Betrieb mit einem Controller auf der grafischen
Bedienoberfläche des NEXUS-Systems einfach abgerufen
werden.
›
N–1-Matrix Für Kommunikationszwecke sind N–1-Matrizen
lieferbar, bei denen die jeweiligen Aufschaltungen über NEXUS
oder durch externe Steuerungen erfolgen können. N-1-Matrizen ermöglichen
die Kommunikation mehrerer Teilnehmer untereinander, wobei jeder Teilnehmer
die Sprachsignale aller anderen Teilnehmer hören kann, nicht jedoch
sein eigenes Signal.
Auf einer Baugruppe XDSP04 ist eine vollständige 16 auf 16 Matrix
realisierbar, größere Matrizen können durch Kaskadierung
realisiert werden.
Zusätzliche summierende »Output Monitor«- und »Output
Mix«-Ausgänge bieten die Möglichkeit, bestimmte oder alle
Signale mitzuhören beziehungsweise aufzuzeichnen.
Signalbearbeitung nach Kundenwunsch
Die Baugruppe XDSP ist als universelle Signalbearbeitungskarte
konzipiert, deren Signalbearbeitungsfunktionen von der Betriebssoftware
abhängig sind. Alle oben aufgeführten Bearbeitungsmodule
sind Beispiele – die Palette der Signalbearbeitungsmodule
wird ständig erweitert.
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