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Datenblatt
(329 KB)

Glasfaser-Baugruppe XFOC06 / XFOC07 / XFOCA

Netzwerk-Baugruppe für NEXUS-Systeme
    Glasfaser-Baugruppe – XFOC
  • vernetzt NEXUS-Basisgeräte über konventionelle Duplex-Glasfaserkabel
  • überbrückt Distanzen bis 70 km
  • zwei unabhängige Ports je Baugruppe
  • überträgt 128 Audiokanäle plus Steuerdaten und Synchron-Informationen je Port
  • erkennt Dekodierfehler, Fehler der Synchronisation und des Empfangspegels
  • ermöglicht redundante Verbindungen mit automatischer Umschaltung ohne Datenverlust

Frontplatte Glasfaser-Baugruppe – XFOC06

Die Verbindung von Basisgeräten untereinander erfolgt über konventionelle Duplex-Glasfaserkabel, die an die Baugruppe XFOC angeschlossen werden. Über diese Verbindung werden alle für den Betrieb des Audionetzwerks notwendigen Audio- und Steuerdaten gemeinsam übertragen – eine weitere Verkabelung ist nicht notwendig.
Die Baugruppe stellt zwei unabhängige bidirektionale Ports mit je 128 Audiokanälen zur Verfügung, an denen beispielsweise unterschiedliche Basisgeräte angeschlossen werden können. Der zusätzliche Port kann auch zur Erweiterung der Kanalzahl oder für eine redundante Signalverteilung genutzt werden.

Die Glasfaserverbindungskarte bietet zwei unabhängige Ports mit jeweils 128 Eingängen und 128 Ausgängen.

256 Audiokanäle mit einer XFOC

Eine Glasfaserverbindungskarte erlaubt die gleichzeitige Übertragung von 2 × 128 Audiokanälen. Werden beide Ports der Karte genutzt, sind alle im Basisgerät verfügbaren Timeslots bereits mit einer Baugruppe XFOC übertragbar. Für individuelle Anforderungen lassen sich Basisgeräte auch mit mehreren Glasfaserverbindungskarten ausstatten, etwa zum Anschluss weiterer Basisgeräte oder zur Realisierung redundanter Verbindungen.
Die Audiokanäle werden mit einer vollen 30-Bit-Auflösung (24-Bit-Audio und Zusatzinformationen) unkomprimiert über die Glasfaser übertragen. Hierdurch sind beispielsweise AES/EBU-Signale vollständig und transparent zwischen zwei Basisgeräten austauschbar.

Auch Steuerdaten über Glasfaser

Die Steuerdaten bilden einen transparenten, zu Audio- und Synchrondaten asynchronen Übertragungskanal, der gepuffert wird. Verwendet werden die Steuerdaten hauptsächlich für die Kommunikation der Basisgeräte untereinander, sie können aber auch Zusatzdaten im NEXUS-Netzwerk verteilen.

Synchroninformationen

Die Synchroninformationen des über die Glasfaserleitung übertragenen Signals enthalten sowohl den internen Wordclock als auch den Bustakt des sendenden Basisgerätes. Jedes Basisgerät kann zu einer beliebigen Glasfaserverbindung synchronisiert werden. Der interne synchronisierte Wordclock steht zusätzlich am Wordclock-Ausgang der jeweiligen Steuerkarte XCPU für externe Geräte zur Verfügung. In einem NEXUS-Netz kann daher ein Basisgerät als Master dienen, auf das sich alle anderen Basisgeräte über die Glasfaserverbindungen synchronisieren – eine externe Wordclock-Verbindung zwischen den Basisgeräten wird nicht benötigt.

Laufzeitausgleich

In einem NEXUS-Netz können Glasfaserleitungen unterschiedlichster Länge gleichzeitig installiert sein, von nur wenigen Metern bis hin zu mehreren Kilometern. Die durch die Glasfaserlaufzeit bedingte Phasenlage des Wordclocks wird zwischen verschiedenen Basisgeräten angepasst: Die als Zentrale dienende Baugruppe XFOC ermittelt die Phasenlage des empfangenen Datenstroms beziehungsweise des Wordclocks zum Systemtakt und gleicht Differenzen aus.

Übertragungssicherheit

Gleich mehrere Faktoren definieren die äußerst störungsresistente, zuverlässige und problemlose Signalübertragung innerhalb des Audionetzwerks:

› Glasfasertechnologie Durch die Anwendung von Glasfasern ergibt sich eine vollständige galvanische Trennung der Basisgeräte untereinander. Außerdem sind die Verbindungen absolut unempfindlich gegenüber statischen und elektromagnetischen Störungen und haben materialabhängig eine hohe Feuerbeständigkeit.

›  Fehlererkennung Das System erkennt selbstständig fehlende Verbindungen, sowie Fehler bei Synchronisation, Empfangspegel und Dekodierung.

›  Redundanz Erhöhte Sicherheit kann durch redundante Glasfaserverbindungen über dieselbe oder eine andere Baugruppe XFOC erreicht werden. Im Fehlerfall kann eine automatische Umschaltung zwischen Haupt- und Redundanzverbindung durch die Steuerkarte erfolgen.

›  Unabhängige Ports Durch den weitgehend unabhängigen Aufbau der beiden Ports der Baugruppe wird eine hohe Sicherheit gegen Hardwarefehler bei Redundanzbetrieb über dieselbe Karte erreicht. Eine Schnellumschaltung ohne Datenverlust wird durch die Speicherung des letzten Audio-Abtastwertes ermöglicht.

›  Signierter Datenstrom Für den in Blöcke aufgeteilten Datenstrom wird eine Signatur gebildet, die der Empfänger verifiziert. Im Störungsfall können hierdurch die Baugruppe oder der betreffende Kanal stumm geschaltet werden.
 

Frontplatte Glasfaser-Baugruppe – XFOC07

Glasfaser-Baugruppe XFOC07

Glasfaser-Baugruppe XFOC07
Bei der XFOC07, dem Nachfolgemodell zur XFOC06 wird die Übertragungskapazität je Glasfaser auf 256 Kanäle erhöht. Die Anzahl der Ports wird auf 4 verdoppelt. Damit können über einen einzigen Anschluss alle Audio-und Steuerdaten der Nexus-Rückwand übertragen werden. Die Verwendung von vier Anschlüssen ist für den Aufbau redundanter Strukturen und von Netzwerken vorteilhaft, denn die Anzahl der benötigten XFOC-Karten wird sich in großen Anlagen spürbar verringern. Die Bestückung der Glasfasermodule und damit die tatsächliche Portzahl kann vor Ort vorgenommen werden. Auch die Anzahl und die Art der Glasfaserverbindung (Faserart, Streckenlänge,...) kann dem jeweiligen Einsatzgebiet angepasst werden.
Ein weiterer Unterschied zur XFOC06 ist die Änderung der optischen Steckverbinder. Die bisher verwendeten SC Verbinder werden durch die nur halb so großen LC Verbinder abgelöst.
 

Glasfaser-Baugruppe XFOCA

Glasfaser-Baugruppe XFOCA

Die XFOCA ist eine passive Adapterkarte, mit der die fragilen LC-Glasfasersteckverbinder auf robuste Neutrik-Verbinder umgesetzt werden. Der maximal 35 cm lange Glasfaser-Pigtail (Glasfaserkabel mit LC-Verbinder) der XFOCA wird dazu auf den zu adaptierenden Anschluss einer anderen NEXUS-Karte aufgesteckt. Das Signal welches adaptiert werden soll, kann dann an der Neutrik-Buchse der XFOCA abgegriffen werden.
Die XFOCA lässt sich an jede beliebige Stelle des Einschubträgers stecken. Sie kann zwei bidirektionale Anschlüsse adaptieren.
Von der XFOCA gibt es zwei Varianten - eine mit Single-Mode- und eine mit Multi-Mode-Kabeln. Die Wahl des Kabeltyps ist abhängig von dem Kabel, das an die Neutrik-Buchsen angeschlossen wird.

Spezifikationen XFOC06 / XFOC07
 

Die betreffenden Daten gelten für jeweils einen FOC-Port.

    XFOC06 XFOC07
Verbindungen Audiokanäle 128, bidirektional, je Port (a 30 Bit) 128 (@ 48 kHz), bidirektional, je Port (a 30 Bit)
Kommunikationskanal 1, bidirektional, je Port 1, bidirektional, je Port
Synchronisationskanal 1, bidirektional, je Port 1, bidirektional, je Port
Übertragungsrate je Glasfaser max. 250 Mbit/s (von Systemtakt und Modus abhängig), davon ca. 6 Mbit für Kommunikation 1250 MBit/s (brutto)
LWL-Sender, Multimode
(Standardausführung)
für Entfernungen bis 1500 m für Entfernungen bis 500 m
Wellenlänge 1280…1380 nm, nom. 1310 nm 1280…1350 nm, nom. 1310 nm
optische Leistung -20…-14 dBm bei 62,5/125 µm Faser
-9,5…-3 dBm bei 50/125 µm Faser
LWL-Sender, Singlemode   Sonderausführung, für Entfernungen bis 15…70 km möglich Sonderausführung, für Entfernungen bis max. 100 km möglich
Wellenlänge 1280…1335 nm, nom. 1310 nm (bei 40 km) 1280…1350 nm, nom. 1310 nm
optische Leistung -3…+2 dBm bei 9/125 µm Faser (bei 40 km)
-9,5…-3 dBm bei 9/125 µm Faser
Hinweis Die Multimode- und Singlemode-Transmitter sind als CLASS1 LED/LASER PRODUCT eingestuft.
LWL-Empfänger, Multimode (Standardausführung) Wellenlänge 1280…1380 nm, nom. 1310 nm 1260…1580 nm, nom. 1310 nm
optische Empfindlichkeit -26…-14 dBm bei 62,5/125 µm Faser -20…-3 dBm bei 50/125 µm Faser
LWL-Empfänger Singlemode   Sonderausführung Standardausführung
Wellenlänge 1280…1335 nm, nom. 1310 nm (bei 40 km) 1260…1580 nm, nom. 1310 nm
optische Empfindlichkeit -28…-7 dBm bei 9/125 µm Faser (bei 40 km) -20…-3 dBm bei 9/125 µm Faser
Empfohlene Glasfaser Multimode Gradientenfaser 62,5/125 µm oder Gradientenfaser 50/125 µm Gradientenfaser 50/125 µm oder (Gradientenfaser 62,5/125 µm)
Singlemode Singlemodefaser 9/125 µm Singlemodefaser 9/125 µm
Steckverbinder Standardausführung 2 SC-Duplex; Singlemode SC 1...4 LC-Duplex
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