Neues Mikrofon-Interface
mit Split-Funktion
XMIC+ für NEXUS mit acht 28-Bit-Mikrofoneingängen
wird auf der AES Convention in Paris vorgestellt
Paris, Mai 2006: Kompakte Baugruppen und zunehmende Verkleinerung
bei steigender Packungsdichte sind die Maßgaben der neuen NEXUS-Karten, die
die SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP zur AES Convention in Paris vorstellt. Das ausgesprochene
Highlight der neuen Kartenserie ist XMIC+, die Mikrofoneingangskarte für NEXUS
Audionetze und AURUS / CANTUS Mischpultsysteme, die als Prototyp gerade zur Convention
fertig gestellt wurde. Gegenüber ihrer Vorgängerkarte XMAD bietet sie die
doppelte Anzahl von Eingängen: Bis zu acht unverstärkte analoge Mikrofonsignale
lassen sich von einer Einschubkarte mit nur ca. 2 cm Breite bei 3 HE Höhe mit
28 Bit digital wandeln. Dank dieser hohen Auflösung ist keine analoge Vorverstärkung
mehr notwendig – wie schon bei den Vorgängermodellen der XMIC+. Gleichzeitig
ist die neue Karte auch höher aussteuerbar – bis auf 24 dBu – und
kann somit auch als vollwertiger Line-Eingang verwendet werden. Ihre Linearität
wurde zudem nochmals deutlich verbessert.

XMIC+ bietet aber noch weitere Vorteile. Für Anwendungen im
Livebetrieb, bei denen das Mikrofonsignal von mehreren Mischpulten zum Beispiel für
Beschallung und Aufzeichnung genutzt wird, kann direkt auf der Karte ein digitaler
Signal-Split vorgenommen werden. Bis zu viermal lässt sich jedes der acht Mikrofone
splitten und anschließend individuell im Gain justieren und mit Trittschallfiltern
versehen! Die Karte erspart somit externe Splitter und die bei herkömmlichem
Equipment vor dem Splitter notwendigen Mikrofonvorverstärker.
Neben Platz und Ressourcen spart XMIC+ mit einer Leistungsaufnahme
von nur 6 Watt auch Energie ein und erzeugt deutlich weniger Abwärme als es
bei einer klassischen Lösung der Fall wäre. Damit eignet sie sich ausgesprochen
für die Übertragungstechnik, bei der Platz, Stromversorgung und Gerätekühlung
gleichermaßen knapp sind.
Mit der höheren Packungsdichte können die XMIC-Eingangskanäle – wie
alle anderen Baugruppen hoher Kanaldichte – zu einem deutlich günstigeren
Preis als bisher angeboten werden. Bei einer mit acht Mikrofoneingängen voll
bestückten Karte liegt der Preis nur etwa ein Drittel über dem der vierkanaligen
Vorläuferversion. |