NEXUS und C.A.S. 300 im Hallenstadion Zürich
Neue Beschallung und Evakuierung nach EN 60849 auf
Basis von NEXUS und C.A.S. 300 im umgebauten Hallenstadion
Das Hallenstadion Zürich öffnete
nach seinem Umbau im Sommer 2005 mit einer EN-konformen Beschallungs-
und Evakuierungsanlage basierend auf NEXUS und C.A.S. 300 der SALZBRENNER
STAGETEC MEDIAGROUP. Die Anlage wurde speziell mit Blick auf höchsten
Sicherheitsstandard entworfen und entspricht den Richtlinien der EN
60849. Zu den Sicherheitsfunktionen gehören die Linienüberwachung
aller Signalleitungen, die Überwachung aller Komponenten vom Mikrofon
bis zum Lautsprecher, sowie eine hohe Redundanz.
Das NEXUS-System des Hallenstadions besteht aus
insgesamt fünf Basisgeräten.
Zwei davon sind unmittelbar unter dem Dach installiert und speisen die
Verstärker für die fünf Lautsprecher-Cluster in der Arena.
Ein weiteres Basisgerät steht als Audiorouter und I/O-Einheit in
der Tonregie zur Verfügung. Sämtliche Foyers, Gänge und
Nebenräume werden über ein Lautsprechernetz in 100-V-Technik
mit Hintergrundmusik und Durchsagen versorgt, mit zwei zusätzlichen
NEXUS Basisgeräten als 100-V-Unterzentralen.
C.A.S. 300 stellt die zusätzliche Überwachung des Beschallungsnetzes
zur Verfügung. Diese Überwachung der Komponenten wird im laufenden
Betrieb vorgenommen. Dazu sendet das C.A.S. 300 einen unhörbaren
Testton, der durch die gesamte Anlage geschickt wird. Am Ausgang eines
jeden Einzelgeräts wird überprüft, ob der Testton weitergeleitet
wurde. Im Falle eines Kabelfehlers oder Geräteproblems fiele der
Testton aus und die fehlerhafte Komponente kann dadurch genau lokalisiert
und automatisch auf ein Havariegerät umgeschaltet werden.
Der digitale Audiorouter NEXUS prüft sich ebenfalls ständig
auf korrekten Betrieb hin durch. Falls beispielsweise ein Netzteil ausfallen
sollte, würde sofort eine detaillierte Fehlermeldung angezeigt
und der Betrieb des NEXUS Basisgeräts auf das Redundanznetzteil
umgestellt. Die fehlerhafte Baugruppe kann dann während des Betriebs
ausgetauscht werden.
Diese Hot-Swap-Fähigkeit besteht bei allen Komponenten des NEXUS.
Auch sind alle Glasfaserverbindungen redundant ausgelegt. NEXUS ist
von sich aus schon so zuverlässig und redundant im Betrieb, dass
es sich ideal für EN-konforme Installationen von Evakuierungsanlagen
eignet. Im Hallenstadion wurde zusätzlich ein spezielles Fehleranzeigetableau
installiert. Es befindet sich im zentralen Überwachungsraum und
gibt eine räumliche Übersicht von der Installation. Im Fehlerfall
zeigt es an, an welcher Stelle im Stadion der Ausfall aufgetreten ist.
Jede Fehlermeldung wird außerdem mit einem Alarmton im Überwachungsraum
signalisiert.
Mit diesen Möglichkeiten verfügt das Hallenstadion Zürich über
eine der derzeit sichersten Beschallungs- und Evakuierungsanlagen.
Über das Projekt:
Das Hallenstadion Zürich wurde 1939 als Radstadion erbaut und steht unter Denkmalschutz.
Von 2004 an wurde es in nur 14 Monaten weitgehend entkernt und umgebaut. Die originale
Holzdeckenkonstruktion sowie die früheren Außenwände wurden dabei
erhalten. Heute präsentiert sich das Hallenstadion als großes Mehrzweckstadion
mit 11500 Sitzplätzen oder bei Konzerten mit Platz für bis zu 13000 Besucher
und ist damit die größte Mehrzweckhalle in der Schweiz. Der Eishockeyverein
ZSC Lions, der älteste Mieter des Hallenstadions, gehört auch nach dem
Umbau zu den Hauptnutzern der Halle.
Die Beschallungs- und Tonanlagen des Stadions wurden von der Firma Bose AG Schweiz
geplant und gebaut, wobei die SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP das digitale Audio-Glasfasernetz
sowie die Sicherheitsüberwachung plante und beisteuerte. |