Freie Konfigurierbarkeit
und die damit einhergehende hohe Flexibilität machen das CANTUS zu einem universellen Audiomischpult. Seit Herbst 1998 sorgt es mit diesen Fähigkeiten in der RAI für
eine bessere Studioauslastung.
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RAI Radio Televisione Italiana
Römisches Quintett
Der italienische öffentlich-rechtliche Hörfunksender RAI in Rom befindet sich mitten in einer umfassenden Umstellung von alter, analoger Technik auf neue Digitaltechnik. Neben der reinen Erneuerung zielt die RAI auf eine funktionale Umgestaltung ab: Von den zahlreichen kleinen und großen Regien werden zukünftig einige eingespart, die übrigen werden dafür besser ausgelastet. Voraussetzung hierzu ist eine flexible Nutzungsmöglichkeit der verbleibenden Regien als kombinierte Produktions- und Sendestudios. Erreicht wird dies durch den Einsatz von CANTUS als variabel konfigurierbares Mischpult. Fünf solcher Studios mit je einem CANTUS und NEXUS sind soeben fertiggestellt und in Betrieb genommen worden.
Neben der Flexibilität macht auch die intuitive Bedienung das CANTUS zu einem idealen Mischpult für Live-Anwendungen: Wie bei einem Analogpult hat der Toningenieur beim CANTUS in jedem Kanalzug direkten Zugriff auf alle Kanalfunktionen. Für Panorama, Filter und Dynamik-Sektion, Ausspielwege, Vorverstärkung usw. sind jeweils eigene Drehregler und Taster vorhanden, die sofort und parallel bedient werden können.
In Zusammenarbeit mit der RAI wurden außerdem einige Spezialwünsche für den Sendebetrieb entwickelt wie z. B. das neue Mehrwege-Talkbacksystem, das ab sofort als Option auch für andere Kunden verfügbar ist. Dabei ist einer der Talkbackwege frei definierbar und kann mit jeder Quelle des NEXUS gespeist und an jeden der Kommandokreise ausgegeben werden.
Parlo Italiano
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Tatsächlich war es für uns besonders wichtig, dass Stage Tec auf unsere Spezialwünsche eingegangen ist. Sogar die Systemmeldungen im CANTUS sind weitgehend ins Italienische übersetzt«, meint dazu der technische Projektleiter Enrico Guido von der RAI. Ein weiterer Grund für die Auswahl der Technologie war – wie bei nahezu allen CANTUS-Kunden – die große Zuverlässigkeit des CANTUS. Schließlich werden die fünf Studios seit dem 4. November 1998 täglich in je zwei Schichten mit ständig wechselnden Aufgaben eingesetzt. Diese reichen von Featureproduktionen bis hin zu kleinen Musikaufnahmen, von Interviews bis eben zum Livebetrieb.
Alle Räume sind sowohl untereinander als auch mit dem Hauptschaltraum verbunden. So kann zusätzlich zu den bisherigen alten Sendestudios grundsätzlich jedes Studio im neuen Komplex auf Sendung gehen oder der Sendung zuarbeiten. Als Besonderheit hat sich die RAI dabei eine automatische Lautsprecher-Abschaltung realisieren lassen: 200 Millisekunden, bevor ein Studio auf Sendung geschaltet wird, kappt NEXUS automatisch das Lautsprecher-Monitoring in diesem Studio. So kann der Raum ausklingen, ehe die Sendung beginnt.
Lineare Audioqualität im Netz
Im Rahmen der technischen Erneuerung des Studiokomplexes wurde nicht nur das Mischpult- und Kreuzschienenkonzept überarbeitet. Zukünftig sollen auch die Produktion und Sendung über digitale, vernetzte Workstations erfolgen. Inzwischen werden schon die ersten Archivbänder in das neue Computersystem überspielt; als Pilotprojekt sollen in Kürze die neuen CANTUS-Studios an das System angeschlossen und erste Produktionen darauf gefahren werden. Das Audiomaterial wird dabei übrigens – ganz anders als derzeit in Deutschland üblich – ohne Datenreduktion auf Festplatte überspielt, sodass die hohe Audioqualität des CANTUS auch weiterhin zum Tragen kommt.
CANTUS mal 14
Inzwischen zählt die RAI zu einem der größten Nutzer von CANTUS und NEXUS weltweit. Insgesamt 14 CANTUS-Pulte, davon allein 6 im Mutterhaus in Rom mit zugehöriger NEXUS-Kreuzschiene, betreibt der italienische Sender derzeit. Den Anfang machte 1995 eine Installation im neuen Hörspielstudio in Rom. Seitdem fiel die Wahl bei allen Neuanschaffungen von größeren Digitalpulten auf CANTUS.
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