Die Ü-Technik gehorcht einer festen Regel: Nichts ist zweimal gleich! Diesem Prinzip folgend, etabliert sich bei Ü-Wagen
dank CANTUS und NEXUS eine neue Konzeption.
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OB-Van - BBC Sound 3
Alleskönner
Heute Show, morgen Konzert und übermorgen Sport – der Einsatzplan eines gut gebuchten Übertragungswagens ist abwechslungsreich. Um dieser Vielfalt gerecht werden zu können, braucht der Ü-Wagen ein flexibles Mischpult. Freie Konfigurierbarkeit bis hin zum individuellen Aufbau eines jeden Kanalzuges, Speicherbarkeit von regelmäßig wiederkehrenden Projekten und Schnelligkeit in der Bedienung sind die Gründe, weshalb immer häufiger ein CANTUS in modernen Ü-Wagen zu finden ist.
Kommando kommt mit
Integraler Bestandteil eines CANTUS-Mischpults ist die Kreuzschiene NEXUS, die als Ein- und Ausgangsmatrix dient. Mit Hilfe externer Basisgeräte und einer mobilen Glasfaserverkabelung lässt sich NEXUS auch außerhalb des Ü-Wagens bis zum Ort des Geschehens verlängern und verzweigen. Nicht nur die Mikrofonsignale laufen über dieses Netz:
Die Kommandoanlage mit Außensprechstelle, die Rotlichtsteuerung der Kameras, der Timecode für externe Zuspieler, oder die Fernbedienung ausgelagerter Geräte werden ebenfalls integriert. Also nur noch ein einziges leichtes, dünnes Glasfaserkabel statt vieler verschiedener Verbindungen vor Ort!
Lange Leitung
Fest verlegte Glasfaser kann man heute in den meisten Städten anmieten. Sie lassen sich auch für eine Außenübertragung nutzen, indem man mit ihnen das NEXUS-Netz an entferntere Orte verlängert und sich dadurch evtl. einen zweiten Ü-Wagen einspart! Eine Idee, die z. B. vom HR in Frankfurt genutzt wird, und zwar mit angemieteten Glasfasern, auf denen im passiven Wellenmultiplex ATM- und Audio- bzw. Kommandoverbindungen realisiert werden.
Viel Format
Dank des offenen Konzepts lässt sich jedes CANTUS um beliebige Eingänge erweitern, indem man ein weiteres Basisgerät hinzufügt. Am flexibelsten ist ein Pool von Basisgeräten, die für jede Produktion neu unter mehreren Ü-Wagen aufgeteilt werden. Bestückt man die Basisgeräte mit unterschiedlichen I/O-Karten, dienen sie gleichzeitig auch noch als Formatwandler und lösen das Babelproblem der digitalen Audiotechnik.
Ü-Wagen-Grundregeln
Dem Ü-Wagen-Bau sind feste Grenzen gesetzt, denn Gesamtgewicht und Größe sind gesetzlich limitiert. Die Ausstattung muss demnach klein und leicht sein - so wie CANTUS und NEXUS. Ähnliches gilt für die Klimatechnik und die Stromaufnahme: Wenig Verlustleistung heißt wenig Abwärme und wenig Klimatechnik. Das Gewicht schlägt sich auch in der Verkabelung nieder. Wo man früher viele Kupferkabel quer durch den Ü-Wagen verlegen musste, verlangt eine CANUTS/NEXUS-Installation lediglich nach einem Glasfaserkabel. Platziert man z. B. ein Basisgerät
im vorderen Wagenteil in der Bildregie und ein zweites hinten im Tonteil, so hat
man den gesamten Wagen tontechnisch mit einem Minimalaufwand erschlossen.>
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