NEXUS und C.A.S. 300 im Hallenstadion Zürich
Neue Beschallung und Evakuierung nach EN 60849 auf
Basis von NEXUS und C.A.S. 300 im umgebauten Hallenstadion
Buttenheim, Oktober 2005: Das Hallenstadion Zürich öffnete
nach seinem Umbau im Sommer 2005 mit einer EN-konformen Beschallungs-
und Evakuierungsanlage basierend auf NEXUS und C.A.S. 300 der SALZBRENNER
STAGETEC MEDIAGROUP. Die Anlage wurde speziell mit Blick auf höchsten
Sicherheitsstandard entworfen und entspricht den Richtlinien der EN
60849. Zu den Sicherheitsfunktionen gehören die Linienüberwachung
aller Signalleitungen, die Überwachung aller Komponenten vom Mikrofon
bis zum Lautsprecher, sowie eine hohe Redundanz.

Das NEXUS-System des Hallenstadions besteht aus insgesamt fünf Basisgeräten.
Zwei davon sind unmittelbar unter dem Dach installiert und speisen die
Verstärker für die fünf Lautsprecher-Cluster in der Arena.
Ein weiteres Basisgerät steht als Audiorouter und I/O-Einheit in
der Tonregie zur Verfügung. Sämtliche Foyers, Gänge und
Nebenräume werden über ein Lautsprechernetz in 100-V-Technik
mit Hintergrundmusik und Durchsagen versorgt, mit zwei zusätzlichen
NEXUS Basisgeräten als 100-V-Unterzentralen.
C.A.S. 300 stellt die zusätzliche Überwachung des Beschallungsnetzes
zur Verfügung. Diese Überwachung der Komponenten wird im
laufenden Betrieb vorgenommen. Dazu sendet das C.A.S. 300 einen unhörbaren
Testton, der durch die gesamte Anlage geschickt wird. Am Ausgang
eines jeden Einzelgeräts wird überprüft, ob der Testton
weitergeleitet wurde. Im Falle eines Kabelfehlers oder Geräteproblems
fiele der Testton aus und die fehlerhafte Komponente kann dadurch
genau lokalisiert und automatisch auf ein Havariegerät umgeschaltet
werden.
Der digitale Audiorouter NEXUS prüft sich ebenfalls ständig
auf korrekten Betrieb hin durch. Falls beispielsweise ein Netzteil
ausfallen sollte, würde sofort eine detaillierte Fehlermeldung
angezeigt und der Betrieb des NEXUS Basisgeräts auf das Redundanznetzteil
umgestellt. Die fehlerhafte Baugruppe kann dann während des
Betriebs ausgetauscht werden.
Diese Hot-Swap-Fähigkeit besteht bei allen Komponenten des
NEXUS. Auch sind alle Glasfaserverbindungen redundant ausgelegt.
NEXUS ist von sich aus schon so zuverlässig und redundant im
Betrieb, dass es sich ideal für EN-konforme Installationen von
Evakuierungsanlagen eignet. Im Hallenstadion wurde zusätzlich
ein spezielles Fehleranzeigetableau installiert. Es befindet sich
im zentralen Überwachungsraum und gibt eine räumliche Übersicht
von der Installation. Im Fehlerfall zeigt es an, an welcher Stelle
im Stadion der Ausfall aufgetreten ist. Jede Fehlermeldung wird außerdem
mit einem Alarmton im Überwachungsraum signalisiert.
Mit diesen Möglichkeiten verfügt das Hallenstadion Zürich über
eine der derzeit sichersten Beschallungs- und Evakuierungsanlagen.
Über das Projekt:
Das Hallenstadion Zürich wurde 1939 als Radstadion erbaut und steht unter
Denkmalschutz. Von 2004 an wurde es in nur 14 Monaten weitgehend entkernt und umgebaut.
Die originale Holzdeckenkonstruktion sowie die früheren Außenwände
wurden dabei erhalten. Heute präsentiert sich das Hallenstadion als großes
Mehrzweckstadion mit 11500 Sitzplätzen oder bei Konzerten mit Platz für
bis zu 13000 Besucher und ist damit die größte Mehrzweckhalle in der
Schweiz. Der Eishockeyverein ZSC Lions, der älteste Mieter des Hallenstadions,
gehört auch nach dem Umbau zu den Hauptnutzern der Halle.
Die Beschallungs- und Tonanlagen des Stadions wurden von der Firma Bose AG Schweiz
geplant und gebaut, wobei die SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP das digitale Audio-Glasfasernetz
sowie die Sicherheitsüberwachung plante und beisteuerte. |