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Zwei AURUS Konsolen von STAGETEC Berlin übernahmen die Live-Produktion
des populären Sängerwettstreits
Rund 350 Millionen Fernsehzuschauer aus 39 Ländern erlebten im
Mai dieses Jahres eine Premiere in doppelter Hinsicht: Zum ersten mal in seiner Geschichte
wurde der jährliche Eurovision Song Contest simultan in Stereo und 5.1. übertragen
und zum ersten mal zeichneten zwei AURUS aus dem Hause STAGETEC für die Live-Mischung
verantwortlich.

Die TV-Produktion des Eurovision Halbfinales am 19. Mai und des Finales
am 21. Mai erfolgte gemeinschaftlich durch einen Ü-Wagen des Swedish Radio (SR),
zwei Ü-Wagen des Schwedischen Spezialisten für Außenübertragung
Prisma-TV und die SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP. Zwei NEXUS-Netzwerke mit drei
und zwei Basisgeräten sorgten im Kiewer Sportpalast für die Verteilung
der gesplitteten Tonsignale von der Bühne an ein AURUS im Ü-Wagen des SR
und ein Backup-AURUS in Saalnähe. Beide AURUS-Systeme waren über MADI nochmals
querverbunden und die Signale auf gelinkte Kanäle am jeweils anderen Pult aufgelegt,
um zusätzliche Redundanz zu schaffen. Das mit 40 Fadern und 200 Audiokanälen
bei 64 Bussen ausgerüstete AURUS des SR übernahm während der Live-Produktion
die simultane Mischung des Stereosignals und der LCR-Signale des 5.1-Tons. Die gleiche
Mischung wurde auf dem Backup-AURUS parallel gemischt. Die so erzeugten Signale wurden
anschließend von beiden Regien an die Prisma-TV Fahrzeuge weitergegeben, von
diesem um die SL, SR und LFE-Signale (Atmo/Moderation) vervollständigt und weiter über
Dolby-Encoder und Satellit an die angeschlossenen Sender übermittelt.
Das Backup-AURUS mit 48 Fadern und 200 Audiokanälen bei 64 Bussen, welches
die SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP zur Verfügung gestellt hatte, war in einem
improvisierten Regieraum im Sportpalast installiert. „Für einen Top-Event
wie diesen hat Ausfallsicherheit die allerhöchste Priorität“, so
Toningenieur Christian Fuchs von der SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP, der die Produktion
vor Ort betreute. „Aus diesem Grund haben wir alle Mischungen gleichzeitig
auf zwei Pulten vorgenommen. Bei einem Ausfall des SR-Wagens, warum auch immer, hätte
das zweite AURUS unterbrechungsfrei den Sendebetrieb übernehmen können.
Ebenso hätten im Fall der Störung eines NEXUS Basisgerätes auf der
Bühne alle Signale über die MADI-Querverbindung weiter zur Verfügung
gestanden. Eine Lösung, die nur aufgrund der Vernetzung beider Pulte und der
Möglichkeiten von AURUS und NEXUS, so einfach und schnell umzusetzen war“,
so Christian Fuchs weiter.
Für seine Kollegen vom SR war dies erst die dritte große Produktion,
die sie auf ihrem im September 2004 installierten AURUS fuhren. Neben hoher Betriebssicherheit
und einfacher Vernetzbarkeit lernten sie bei diesem Anlass auch das einzigartige
Konzept der Panoramabildung des AURUS schätzen: „Die gleichzeitige Mischung
von Stereo und 5.1 unter Live-Bedingungen erfordert bei anderen Systemen die Konzentration
auf beide Formate“, erklärt Christian Fuchs, „mit AURUS hingegen
ist sie ein Kinderspiel. Dank der Fähigkeit des AURUS, für den selben Kanalzug
verschiedene Pannings gleichzeitig zu rechnen, wenn das Signal sowohl auf einen Stereo-
wie 5.1-Bus summiert wird, erfordert die simultane Mischung von Stereo und Mehrkanal
keinerlei Zusatzaufwand. Eine deutliche Entlastung bei schnellen Live-Produktionen
wie dem Eurovision Song Contest!“ |