(2005)
AURUS-
Referenzen in
Rundfunk und Fernsehen:
BR Bayerischer Rundfunk, Studio 1 (Hörfunk),
München
Deutsche Welle TV Berlin Fuji TV, Tokio, (Japan)
Home Shopping Europe AG, Ismaning (2 Main Consoles)
Italian Broadcast Service RAI "Saxa Rubra TV3" (TV), Rom
(Italien)
MDR Mitteldeutscher Rundfunk, Tonregie im City-Hochhaus,
Leipzig
NDR Norddeutscher Rundfunk, Regie 2, Hannover
RTBF Brüssel, Studio 18 (TV), (Belgien)
RTM Kuala Lumpur, Studio 4 und 5, Kuala Lumpur (Malaysia)
(2 main Consoles)
TVP Telewizja Polska, TV-Studio 5, Warschau (Polen)
WDR Westdeutscher Rundfunk, " Philharmonic Hall",
Köln
WDR, Studio B1/2, Bocklemünd
WDR, Synchronstudio 1 und 2,
Düsseldorf
WDR, Synchronstudio S, Köln

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Ein ergonomisches Kanalkonzept war die Voraussetzung, AURUS die
Lösung in der neuen Tonregie des MDR Klangkörperdomizils
Ein tiefschwarzer Kubus, dessen schimmernde Fassade die Umgebung
widerspiegelt: Nicht nur in architektonischer Hinsicht ist das MDR
Klangkörperdomizil
am Leipziger Augustusplatz ein bemerkenswerter
Bau. Auch für Leipzigs Kulturszene ist der markante Neubau ein
echtes
Highlight, denn hier haben das älteste Rundfunkorchester Europas,
der
größte professionelle Konzertchor Deutschlands und der einzige
Kinderchor
der ARD eine feste Bleibe gefunden. Übrigens an exponierter
Stelle: Das Klangkörperdomizil liegt direkt neben dem City-Hochhaus,
in dem die MDR Hauptabteilung Klangkörper ihren Sitz hat, und
dem
Gewandhaus, einem der renommiertesten Konzertsäle Deutschlands.
Seit 2001 befinden sich in dem Neubau die beiden Probensäle der
MDR-Hauptabteilung Klangkörper, die neben der Probenarbeit auch
für Produktionen und Veranstaltungen, hauptsächlich für
musikalische
Events, zur Verfügung stehen.
Einfach integriert
Nicht nur die Säle sind neu, auch die daran angeschlossene Tonregie
im City-Hochhaus wurde mit moderner Technik ausgestattet. Gleich
mehrere Gründe waren für die Entscheidung ausschlaggebend,
ein
AURUS mit NEXUS-Netzwerk zu installieren.
Die Tonregie im City-Hochhaus erhielt damit nicht nur ein leistungsstarkes
Mischpult, sondern bekam über abgesetzte NEXUS Basisgeräte
die Anbindung an die beiden anderen Gebäude als integralen
Bestandteil des Systems gleich mitgeliefert. Im MDR lag noch eine
besondere Situation vor, denn sowohl der MDR, das Gewandhaus und
zwei abgesetzte Ü-Wagen-Anschlussräume arbeiten jeweils schon
seit
längerem mit NEXUS, was für die Klangkörper-Regie die
Integration
vereinfachte: Das Basisgerät im Gewandhaus wurde mit am NEXUS
STAR des AURUS angeschlossen. Um eine gegenseitige Störung auszuschließen,
wurden die Rechte im gemeinsamen Audionetzwerk klar
geregelt. So konnte ein ständiger Zugriff im read-only Modus auf
alle
Quellen im Gewandhaus realisiert werden, beispielsweise um dort ein
Konzert des MDR-Sinfonieorchesters mitzuschneiden.
Individuelle Arbeitsweise
In dieser Produktionsumgebung wartet AURUS mit einer Vielzahl von
Vorteilen auf. Besonders für Live-Aufzeichnungen zählt die Übersichtlichkeit
des Pultes, da man sehr viele Parameter direkt im Kanalzug
sehen und bearbeiten kann.
Jeder Anwender bildet beim Mischen seine eigenen Vorlieben aus. Im
MDR wird beispielsweise die Funktionalität des Centerfaders stark
genutzt: Der gerade aktive Kanal kann in dem als Centerfader definierten
Kanalzug in der Mitte des Pultes bearbeitet werden, so dass sich
auch auf die weit außen am Mischpult aufliegenden Signale komfortabel
Zugriff nehmen lässt. Oder man verwendet die Zoom-Funktion des
Mischpults, bei der man sich eine ganze Reglerkassette bestehend aus
acht Kanalzügen zum Bedienen auf die Centerkassette legen kann.
Außerdem nutzt man beim MDR gerne die Möglichkeit, wichtige
Kanalzüge
in jeden der acht Layer zu konfigurieren. Damit hat der Toningenieur
ständig den sofortigen Zugriff auf die wichtigsten Quellen, unabhängig
davon, in welcher Ebene er gerade arbeitet. Im AURUS liegt,
anders als in den meisten Mischpulten, der Drehgeber für den
Input-Gain unten im Kanalzug, unmittelbar über dem Fader. All
dies
unterstützt ein schnelles Arbeiten, das gerade in der Klangkörperregie
mit ihren vielen Live-Aufzeichnungen unabdingbar ist.
Mikrofone ganz nah
Der MDR verwendet bei seinen Aufnahmen die Mikrofon-Eingangskarten
im NEXUS, die mit 28-Bit-TrueMatch-Wandlern bestückt sind.
Diese arbeiten nicht nur linear und haben damit einen exzellenten
Klang, sondern bieten auch einen so großen Dynamikumfang, dass
man
das Mikrofon unverstärkt direkt auf den Eingang der Mikrofon-Wandlerkarte
aufstecken kann. Für die Praxis bedeutet das, dass man sich
kaum noch Gedanken über die Mikrofoneingangsverstärkung machen
muss. Will man sie dennoch regeln, dann lässt sich der Mikrofoneingang
auf der entsprechenden NEXUS-Eingangskarte über AURUS fernsteuern.
Auch dieses Potentiometer liegt direkt unten im Kanalzug, unter dem
Input-Gain. Gerade bei kurzen Rüstzeiten vor Aufnahmen spart diese
Funktionalität kostbare Zeit.
Ein sehr schönes Detail für die Arbeit in der Klangkörper-Regie
ist die
grundlegende Architektur des AURUS, die von vornherein für Mehrkanalton
ausgelegt ist. Wichtige Produktionen zeichnet der MDR nämlich
häufig im 5.0-Format auf, um offen für zukünftige Nachfragen
zu sein.
Allerdings wird als Sendeformat nach wie vor eine Stereomischung
benötigt – und AURUS erlaubt, effizient beide Mischungen gleichzeitig
vorzunehmen! Im Frühjahr wurde auch schon eine erste Produktion
– Musik aus dem 16. Jahrhundert, gespielt auf Nachbauten von
Renaissance-Instrumenten – in Stereo und 5.0 zusammen mit der
neuen dynamischen Automation des AURUS gemischt. Eine Zusammenarbeit
mit dem Musikinstrumentenmuseum Leipzig und einem
externen Label, das die Mischungen auf je zwei CDs und SACDs herausbringen
wird.
Integrierte Kommunikation
Auch ein reines Rundfunkstudio braucht Kommandowege, allerdings
längst nicht in dem Umfang wie bei den Kollegen im Fernsehen.
Eine
eigene Intercom-Anlage lohnt sich daher nicht. In der Klangkörper-
Regie werden die Kommandowege direkt vom NEXUS geschaltet, so
dass man auch die Glasfaser-Verkabelung des NEXUS für die Kommandosignale
verwenden kann. Der Tonmeisterplatz erhielt dazu eine
spezialangefertigte Sprechstelle, die an NEXUS angeschlossen ist. Sie
ermöglicht nicht nur eine gezielte Kommunikation mit fünf verschiedenen
Teilnehmern, sondern umfasst auch die Funktion des Dirigentenabhörens,
also eine Daueraufschaltung des Dirigentenmikrofons für
den Tonmeister. Die gesamte Kommando-Funktionalität wurde übrgens
auf Basis der sehr leistungsfähigen Logikfunktionen des NEXUSSteuerprogramms
Matrix 5 aufgebaut.
Und noch mehr Zugriff
Als Aufzeichnungsmedium für seine Produktionen verwendet der
MDR
eine mehrspurige Sequoia-Workstation, die zum Auslagern der großen
Audiodateien an einen Server angeschlossen ist.
Mit der neuen Sequoia-Software lässt sich das Zusammenspiel von
Mischpult und Workstation optimieren: AURUS übernimmt hierbei nicht
nur die Fernsteuerung der Laufwerksfunktionen von Sequoia, sondern
ermöglicht mit der neuesten Software-Version auch die Spurscharfschaltung
direkt im entsprechenden AURUS-Kanalzug. Diese Funktion
liegt auch wieder unmittelbar über dem Fader, also dort, wo der
Toningenieur sowieso seine Finger am Regler hält. Mit diesen vielen,
exzellent aufeinander abgestimmten Details hat sich AURUS in der
Klangkörper-Regie nun schon seit März 2004 im Rundfunkeinsatz
bewährt. Ein ergonomisches Mischpult, dessen technische Spitzenleistung
sich mit den kulturellen Superlativen – ältestes Rundfunk-
Orchester, größter professioneller Konzertchor, einziger Rundfunk-
Kinderchor – durchaus in eine Reihe stellt. |