(2003)

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Meist ist sie die letzte
Stufe zu einer vollständigen
Umstellung auf
Digitaltechnik eines
Senders: die Digitalisierung
des Hauptschaltraumes.
Doch so viele
Sender, so viele unterschiedliche
Konzepte gibt
es auch für
Schaltzentralen mit
NEXUS
Ihre Gemeinsamkeiten sind schnell zusammengefasst:
Sie basieren auf NEXUS
und sie sind brandneu. Bei den vielen
Möglichkeiten, die die NEXUS-Technik
bietet, unterscheiden sie sich aber in fast
allen anderen Punkten – vor allem in
ihrem Grundkonzept.
Klein und zentral
Erstes Beispiel: die Technik im neuen
Hauptschaltraum des NDR in Hamburg.
Gesucht war ein direkter Ersatz der bisherigen
analogen Anlage. Die neue Technik
besteht aus nur zwei NEXUS-Gestellen, in
denen die gesamte zentrale Hauptschaltraum-
Matrix Platz findet. Die Verwendung
von RJ-45-Steckverbindern auf 8-kanaligen
Wandlerkarten ermöglicht eine
enorm hohe Packungsdichte. Die modernen
Stecker aus der Computertechnik
wurden auf die guten alten Steckerleisten
adaptiert, so dass der NDR lediglich einige
Verbinder umstecken muss, um sein
neues NEXUS in Betrieb zu nehmen. Eine
weitere Besonderheit des Systems: Obwohl
es auf herkömmlichen Basisgeräten
aufsetzt, arbeitet es unter Matrix 5, der
Software, die eigentlich für NEXUS STAR
Systeme entwickelt wurde. Der Grund
liegt in einer dringend benötigten Sonderfunktion,
die die regionalen NDR-Fensterprogramme
ein- und ausblendet.
Großer Stern
Ein völlig anderes Konzept verfolgt der
Polnische Rundfunk in Warschau. Anders
als der NDR hat er seine NEXUS-Installation
bis in die Studios verlängert. 18 dezentral
installierte Basisgeräte sind an den zentralen
NEXUS STAR im Hauptschaltraum angebunden.
Das Netz ist außerordentlich
weit gespannt, denn es verbindet zwei Gebäude,
die fast 20 km voneinander entfernt
sind. Eine Singlemode-Glasfaser überbrückt
die Entfernung und ermöglicht die Anbindung
des zweiten Gebäudes an den STAR.
So sieht die Architektur dieser Installation fast kometenhaft aus. Eine
technische
Herausforderung für die SALZBRENNER
STAGETEC MEDIAGROUP, die als Generalunternehmer
nicht nur die Audiovernetzung,
sondern die gesamte Studioausstattung
des Senders vorgenommen hat.
Doppelt gesichert
Eines der größten Netzwerke betreibt Canal+,
der größte französische Pay-TV-Sender
mit Sitz in Paris. Er erweiterte sein vorhandenes
NEXUS-Netzwerk um zwei
STARs, die jeweils 4.096 Ein- und Ausgänge
zur Verfügung stellen. Unter normalen
Bedingungen wird das Audiorouting von
beiden STARs gemeinschaftlich vorgenommen.
Jeder STAR hat jedoch genügend
Kapazität, um im Notfall alleine alle
Schaltungen vorzunehmen. Eine Redundanz,
die Canal+ sehr wichtig war,
schließlich basiert auch hier die gesamte
interne Audioverkabelung auf NEXUS.
Stufenförmig
Ein großes, dezentrales Netzwerk ganz ohne
STAR – das ist sinnvoll, wenn man gewachsene
Arbeitsstrukturen aus der analogen
Welt übernehmen will. Ein gutes Beispiel
hierfür ist All India Radio, der öffentlich-rechtliche Radiosender
Indiens. All India Radio wagt mit seinem Hauptsitz in
Neu Delhi den Umstieg von der analogen
Welt in ein komplett neues, vollständig
digitales Funkhaus. NEXUS ist dabei ein
beruhigender Faktor, hat es doch in zahllosen
anderen Installationen seine Zuverlässigkeit
selbst unter außergewöhnlichen
klimatischen Bedingungen bewiesen.
Die Grundkonzeption dieser Anlage basiert,
ganz anders als bei europäischen Sendern
üblich, auf einem dezentralen Stufenkonzept.
Die Signale laufen nicht in einem
Hauptschaltraum, sondern auf NEXUS
Basisgeräten in fünf vorgelagerten Control
Booths auf. Jede dieser Schalt-Unterzentralen
managt etwa fünf bis sechs Sendestudios
eigenverantwortlich, so dass der
eigentliche Hauptschaltraum nur noch wenige
Schaltungen vornehmen muss.
Immer dabei
Egal wo auf dieser Erde: Die neue Hauptschaltraum-Generation passt
sich den Aufgaben an, und nicht umgekehrt. Ob
klein oder groß, zentral oder verzweigt,
mit Stern oder als Subnetz: Die Wahlmöglichkeiten
sind immens, dabei immer gepaart
mit optimaler Ausfallsicherheit und
bester Tonqualität – und natürlich immer
mit NEXUS.
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