NEXUS auf Wanderung
Von außen historisch bedeutungsvoll,
von innen prachtvoll und hinter den Kulissen volldigital: Die Semperoper Dresden
arbeitet mit NEXUS als Grundlage der umfangreichen Tontechnik. Horst-Dieter Käppler
sprach mit uns über sein NEXUS in der Oper.
Herr Käppler, Sie haben ein großes NEXUS aus
vier Grundsystemen mit insgesamt neun Rahmen und etwa 160 Ein- und
Ausgängen. Als Besonderheit ist eines der Basisgeräte nicht
fest installiert, sondern transportabel. Wofür brauchen Sie
eine solche Konzeption?
Wir haben zunächst einmal je ein Basisgerät im Produktionsstudio,
im Einspielstudio und auf der Bühne. Manchmal brauchen wir aber
auch an anderer Stelle die Unterstützung durch das NEXUS. Es
können z. B. Zuspielungen im Orchesterproberaum notwendig sein.
Dafür haben wir dort – und an einigen anderen Stellen
im Haus – einen Glasfaseranschluss installiert, an dem wir
unser bewegliches Basisgerät anschließen können.
War diese Flexibilität der Grund, warum Sie sich
für ein NEXUS-System entschieden haben?
Ja, das war sehr wichtig, schließlich liegen Einspielstudio
und Produktionsstudio in zwei getrennten Häusern, die durch
das Koppelfeld verbunden werden. Alle Mikrofoneingänge laufen
jetzt zentral im NEXUS auf und können an jedem der Basisgeräte
wieder abgegriffen werden – in unserem Fall hat dieses Konzept
die Gesamtverkabelung deutlich vereinfacht.
Außer dem beweglichen Basisgerät haben Sie
noch eine weitere Besonderheit realisiert: Die Vernetzung mit Yamaha-Mischpulten.
Das stimmt. Wir setzen die Digitalpulte 02R von Yamaha ein und brauchen
dafür Audioschnittstellen im Yamaha-eigenen Y2-Format, während
wir für unsere DAT-Recorder, Effektgeräte etc. natürlich
AES/EBU-Schnittstellen benötigen. Mit NEXUS ließ sich
diese Forderung ohne zusätzliche Formatwandler realisieren.
Herr Käppler, noch eine letzte Frage: Was war ihr
erster Einsatz der neuen Technik?
Der erste Einsatz, das war eine ZDF-Gala am 13. September 1996.
Sie ging direkt live raus – und lief richtig problemlos!
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