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Stadthalle Wakayama

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Seit Stage Tec 1995 sein erstes CANTUS beim Bayerischen Rundfunk in München im Süden Deutschlands installierte, hat es seinen Weg in nahezu alle Kontinente der Erde gefunden. Weit entfernt, nämlich fast 6.000 Meilen weg vom Herstellungsort, steht ein erstes CANTUS in Japan.

Von fremden Ländern und Menschen *

* aus: "Kinderszenen" 1838 komponiert von Robert Schumann, *08.06.1810 in Zwickau, † 29.07.1856 in Bonn

CANTUS in Wakayama, Japan

Was der Romantiker Robert Schumann einst als Übung für den musikalischen Nachwuchs schrieb, gehört heute weltweit zum Repertoire klassischer Pianisten. In Paris und New York genauso geschätzt wie in Sydney – die Begeisterung für klassische europäische Musik ist international. Und insbesondere Japan gilt als musikalische Hochburg außerhalb Europas. Dort, in Wakayama, etwa 30 km von Osaka entfernt, steht ein CANTUS samt Nebenpult und sechs NEXUS Basiseinheiten aus Berlin. Genauso weit gereist wie die klassischen Kompositionen, die darauf abgemischt werden.

Andere Länder, gleiche Technik

Die neue Konzerthalle in der japanischen Industriestadt dient offiziell als Stadthalle und wird daher - hüben wie drüben gleich – für alle möglichen unterschiedlichen Veranstaltungen genutzt. Von japanischer Folklore bis hin zu klassischen Konzerten, von moderner U-Musik bis hin zu Sprachveranstaltungen reicht die Palette der Events. Beim Umbau des Gebäudes entschied sich die Stadt, diese Veranstaltungen nicht nur live durchzuführen, sondern Konzerte auch in bester Audioqualität mitschneiden zu können. Sicherlich eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Stadthallen! Und so war der Wunsch nach einer hochwertigen Audiotechnik aufgekommen, die außerordentlich vielseitig und umfangreich sein sollte.

Gleiches Recht für beide

CANTUS in Wakayama, Japan

Für die meisten Veranstaltungen genügt in der Stadthalle das Mischpult in der Zuspielregie, die hoch über dem Zuschauerraum wie ein Schwalbennest unter dem Saaldach hängt. Der Platz am Regiefenster ist gerade groß genug für das CANTUS-Hauptpult mit 36 Faderzügen, dessen Pultfüße um 10 cm gekürzt werden mussten, damit trotz der Enge noch ein Blickkontakt zur Bühne möglich ist. Hier werden auch die Konzertmitschnitte und Produktionen gefahren, bei denen der Tonmeister eine akustische Trennung vom Zuschauerraum benötigt. Beschallungen hingegen werden aus dem Saal heraus über eine transportable CANTUS-Nebenkonsole realisiert. Dazu ist die Nebenkonsole reichlich komfortabel ausgestattet: Sie verfügt über 32 Faderzüge und eine eigene Zentralbedienung, was außergewöhnlich für eine CANTUS-Nebenkonsole im Splitbetrieb ist. Aber schließlich soll die Beschallung genauso wie die Mitschnitt-Konsole Zugriff auf alle Quellen haben, um eine eigene Mischung machen zu können. Über 100 Kanäle können die beiden Konsolen zusammen bearbeiten. Dazu teilen sie sich die DSP-Kanäle im CANTUS-DSP-Rack untereinander auf und können so vollkommen unabhängig voneinander arbeiten.

Sonderwünsche

Nicht nur die beiden Konsolen lassen sich parallel betreiben. Auch die Zuspiel- und Aufnahmemaschinen müssen bei diesem Konzept von beiden Arbeitsplätzen aus steuerbar sein. Stage Tec realisierte dafür ein spezielles Panel für die parallele Fernbedienung von sechs Bandmaschinen.

Ebenfalls speziell: Die Fader und Drehgeber an den CANTUS-Konsolen in Wakayama sind verschiedenfarbig, um eine vom Kunden gewünschte Benutzerführung umzusetzen. Ansonsten ähneln die Fakten in Japan wie überall auf der Welt anderen CANTUS-Installationen: Überzeugt haben vor allem die Features wie die einfache Speicherung kompletter Projekte, die exzellente Audioqualität und - im Livebetrieb besonders wichtig - die hohe Zuverlässigkeit der Stage Tec Komponenten.

Hüben wie drüben

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Das gilt besonders für einen so anderen und interessanten Kulturkreis, wie ihn Asien für einen Europäer zu bieten hat. Erst auf den zweiten Blick fallen die vielen Gemeinsamkeiten auf, die international gelten. Qualität, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit; die Gründe, die CANTUS weltweit erfolgreich machen.
 

 

Familienbetrieb: CANTUS mit Nebenkonsole

Wenn man sich bei einer Installation für ein CANTUS entscheidet, ersetzt man nicht nur ein analoges Mischpult durch moderne Digitaltechnik – man kann auch eingefahrene Produktionsabläufe und sogar das gesamte Teamwork neu und flexibler gestalten. Ein besonderes Maß an Flexibilität und Effizienz erreicht man, wenn eine CANTUS-Nebenkonsole an dem Hauptpult betrieben wird. CANTUS unterstützt dabei entweder einen parallelen Betrieb oder Teamwork.

Ein paar Grundlagen

Mehrere Mischpulte gleichzeitig einzusetzen, ist keine Erfindung der Digitaltechnik. Schon im analogen Umfeld hat man bei großen Events mit mehreren Konsolen gemeinsam gearbeitet. Allerdings ging dies in der Regel nur durch eine Kaskadierung, d. h. dass das eine Mischpult die Summe des anderen quasi als Zuspielung erhält. Dies ging auch gar nicht anders, da jedes analoge Mischpult für sich eine eigene Einheit darstellte.

Anders sieht dies bei CANTUS aus, das den Betrieb von Nebenkonsolen an einem Hauptpult erlaubt. Zum Verständnis: Beim CANTUS dient das Mischpult am Arbeitsplatz des Tonmeisters vor allem als komfortable Fernbedienung; die eigentlichen Audiobearbeitungen werden in einem abgesetzten DSP-Rack und nicht in der Bedieneinheit vorgenommen. Deshalb ist es auch möglich, neben dem CANTUS-Hauptpult noch eine Nebenkonsole auf dieselbe DSP-Einheit zugreifen zu lassen. Das erlaubt nicht nur verschiedene Arten der Arbeitsteilung, sondern schont auch den Geldbeutel.

Parallel oder doch lieber Split?

Aber in welcher Form soll nun zusammen gearbeitet werden? CANTUS bietet für Haupt- und Nebenpulte zwei grundsätzlich verschiedene Arten an, den Splitbetrieb und den Parallelbetrieb. Die allermeisten CANTUS-Installationen sind für Parallelbetrieb ausgelegt. Im nebenstehenden Beispiel von Wakayama entschied man sich allerdings für Splitbetrieb. Die zwei Pulte im Splitbetrieb greifen auf dieselbe DSP-Einheit zu, können aber jeweils komplett autark agieren. In Wakayama benötigt man dies für U-Musik-Events, wo ein CANTUS – im Saal platziert – der FOH-Beschallung dient, während das andere gleichzeitig für die Aufnahme des Konzertes in der Regie verwendet wird.

Der Parallelbetrieb hingegen spielt seine Stärke im Team aus. Während der Beschaller im Saal den FOH-Mix macht, kann der Kollege in der Regie z. B. die Zuspieler regeln. Dabei werden sämtliche Änderungen über Glasfaser in Echtzeit übertragen und können direkt auf der Gegenseite nachvollzogen werden. Das heißt: Zieht man an dem einen CANTUS z. B. den Fader des Solistenmikrofons hoch, so geht er auch auf dem anderen Pult mit auf. Endlich kann der Assistent dem Tonmeister zuarbeiten, ohne ihm ständig im Weg zu stehen. Und der Tonmeister freut sich darüber, dass der Assistent nur diejenigen Eingriffe tatsächlich vornehmen kann, die er auch wirklich darf.

Der einzige Wermutstropfen: Beim Kauf der Mischpulte muss man bereits wissen, ob man eine Split- oder Parallelkonfiguration betreiben möchte. Denn beide Betriebsarten müssen technisch unterschiedlich realisiert werden.

Familienbande

Eines haben beide Betriebsarten gemeinsam: Es gibt lediglich eine einzige Hauptkonsole, die direkt mit der DSP-Einheit verbunden ist. Zusätzlich können bis zu drei Nebenkonsolen an die Hauptkonsole angeschlossen werden, die dann entweder im Split- oder im Parallelbetrieb arbeiten. Die Hauptkonsole leitet die Anforderungen dann an die DSP-Einheiten weiter.

Die Verkabelung von Haupt- und Nebenkonsolen ist einfach. Sie erfolgt – wie bei allen Komponenten von Stage Tec – über eine einzige Glasfaser.

Lediglich auf der Hauptkonsole steht eine Software zur Verfügung, mit der das Teamverhalten der Pulte konfiguriert wird. Somit ist gewährleistet, dass keine Nebenkonsole unbefugten Zugriff auf DSP-Ressourcen erlangen kann. Die daraus resultierende Flexibilität ist derzeit einzigartig auf dem Markt.
 

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