Die Ü-Technik gehorcht einer
festen Regel: Nichts ist zweimal gleich! Diesem Prinzip folgend, etabliert
sich bei Ü-Wagen dank CANTUS und NEXUS eine neue Konzeption.
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Alleskönner
Heute Show, morgen Konzert und übermorgen Sport – der Einsatzplan
eines gut gebuchten Übertragungswagens ist abwechslungsreich.
Um dieser Vielfalt gerecht werden zu können, braucht der Ü-Wagen
ein flexibles Mischpult. Freie Konfigurierbarkeit bis hin zum individuellen
Aufbau eines jeden Kanalzuges, Speicherbarkeit von regelmäßig
wiederkehrenden Projekten und Schnelligkeit in der Bedienung sind die
Gründe, weshalb immer häufiger ein CANTUS in modernen Ü-Wagen
zu finden ist.
Kommando kommt mit
Integraler Bestandteil eines CANTUS-Mischpults ist die Kreuzschiene
NEXUS, die als Ein- und Ausgangsmatrix dient. Mit Hilfe externer
Basisgeräte und einer mobilen Glasfaserverkabelung lässt
sich NEXUS auch außerhalb des Ü-Wagens bis zum Ort des
Geschehens verlängern und verzweigen. Nicht nur die Mikrofonsignale
laufen über dieses Netz:
Die Kommandoanlage mit Außensprechstelle, die Rotlichtsteuerung
der Kameras, der Timecode für externe Zuspieler, oder die Fernbedienung
ausgelagerter Geräte werden ebenfalls integriert. Also nur noch
ein einziges leichtes, dünnes Glasfaserkabel statt vieler verschiedener
Verbindungen vor Ort!
Lange Leitung
Fest verlegte Glasfaser kann man heute in den meisten Städten
anmieten. Sie lassen sich auch für eine Außenübertragung
nutzen, indem man mit ihnen das NEXUS-Netz an entferntere Orte verlängert
und sich dadurch evtl. einen zweiten Ü-Wagen einspart! Eine
Idee, die z. B. vom HR in Frankfurt genutzt wird, und zwar mit angemieteten
Glasfasern, auf denen im passiven Wellenmultiplex ATM- und Audio-
bzw. Kommandoverbindungen realisiert werden.
Viel Format
Dank des offenen Konzepts lässt sich jedes CANTUS um beliebige
Eingänge erweitern, indem man ein weiteres Basisgerät hinzufügt.
Am flexibelsten ist ein Pool von Basisgeräten, die für
jede Produktion neu unter mehreren Ü-Wagen aufgeteilt werden.
Bestückt man die Basisgeräte mit unterschiedlichen I/O-Karten,
dienen sie gleichzeitig auch noch als Formatwandler und lösen
das Babelproblem der digitalen Audiotechnik.
Ü-Wagen-Grundregeln
Dem Ü-Wagen-Bau sind feste Grenzen gesetzt, denn
Gesamtgewicht und Größe sind gesetzlich limitiert. Die
Ausstattung muss demnach klein und leicht sein - so wie CANTUS und
NEXUS. Ähnliches gilt für die Klimatechnik und die Stromaufnahme:
Wenig Verlustleistung heißt wenig Abwärme und wenig Klimatechnik.
Das Gewicht schlägt sich auch in der Verkabelung nieder. Wo
man früher viele Kupferkabel quer durch den Ü-Wagen verlegen
musste, verlangt eine CANUTS/NEXUS-Installation lediglich nach einem
Glasfaserkabel. Platziert man z. B. ein Basisgerät im vorderen
Wagenteil in der Bildregie und ein zweites hinten im Tonteil, so
hat man den gesamten Wagen tontechnisch mit einem Minimalaufwand
erschlossen.
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