Bedienkassetten
Die Bedienoberfläche von AURUS ist für eine schnelle Bedienung
und zugleich servicefreundlich konzipiert. Die Bedienkassetten mit einer Breite von
332 mm sind in jeweils acht Bedienkanäle unterteilt, die in Mischpultrahmen
unterschiedlicher Breite montiert sind.
Die Anzahl der Bedienkanäle ist an konventionellen Audiostrukturen
und Formaten orientiert, die auf einem 8er Raster basieren. Die Kassettenbreite,
die daraus folgende Bedienkanalbreite und die Abmessungen der
TFT-Bildschirme wurden so optimiert, dass es zwischen Bedienkanal und der zugehörigen
kanalbezogenen Darstellung
auf dem Bildschirm keinen optischen Versatz gibt.
Durch das modulare Konzept sind vielfältige Konsolenoberflächen
realisierbar. Die bei analogen Konzepten unvermeidlichen Einschränkungen
im Oberflächenlayout kennt AURUS nicht: Die Konsole ist eine reine Steuereinheit.
Die Ein- und Ausgänge des Mischpultsystems sowie die Audiobearbeitung
erfolgen in räumlich abgesetzten NEXUS-Basisgeräten. Die Bedienkassetten
sind über Flachbandleitungen untereinander verbunden, sodass
sie sich auch als abgesetzte Bedienterminals außerhalb der Konsole
installieren lassen.
Optimiert für die jeweiligen Aufgaben gibt es verschiedene Bedienkassetten:
Die Fader-Kassetten SDFAD, die Multifunktionskassetten SDMUL und der
Bildschirm STFT bilden die Kanalbedienung. Im zentralen Mischpultbereich
befinden sich die Monitorbedienung SMON, die Grafiktablettkassette SWAC und – für
den Zugriff auf alle verfügbaren Parameter eines selektierten Kanals– die
zentrale Kanalbedienung SZCH.
Das Gewicht der Kassetten beträgt jeweils nur etwa 2 bis 3 kg. Auch die Leistungsaufnahme
ist auffallend sparsam.
Zu den AURUS-Baugruppen gehört auch eine A/D-D/A-Wandlerkarte
MADA mit zwei integrierten Kommandomikrofon-Verstärkern, einem D/A-Wandler
für Kopfhörer und Nahfeldlautsprecher sowie einem AES/EBU-Ausgang
für Mehrkanalsichtgeräte (Goniometer).
AURUS-Konsolen können mit steckbaren Schwanenhalslampen ausgestattet
werden; auf der Meterbridge sind Steckplätze für die in der Helligkeit
einstellbaren Niedervoltleuchten vorgesehen.
Abgesetzte Kassetten
Die einfache störsichere Verkabelung der Bedienkassetten untereinander
ermöglicht es, Bedienkassetten auch einige Meter außerhalb der Konsole
zu installieren, etwa im Maschinenraum oder an einem Produzentenarbeitsplatz.
Diese Kassetten lassen sich beispielsweise in kleinen Desktop-Konsolen oder
direkt im Studiomobiliar einbauen. Die abgesetzten Kassetten
sind immer funktioneller Bestandteil der zugehörigen Konsole.
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