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AURUS Merkmale

Qualitätsmerkmale

AURUS erfüllt alle Anforderungen der IRT-Pflichtenhefte 3/2 und 3/5, auch für analoge Ein- und Ausgänge. Digitale und analoge Audiokomponenten wurden erfolgreich durch die Rundfunk-Betriebstechnik (RBT) Nürnberg sowie durch die italienische RAI, das Evaluation Lab der ABC (New York) und CCTV China geprüft.

Handlichkeit

Durch folgende Merkmale ist das AURUS-Mischpultsystem für Übertragungswagen und den Live-Einsatz hervorragend geeignet: ein geringes Gewicht der Konsolen, ein extrem kompakter Audioprozessor, ein skalierbares Koppelfeldsystem, ein geringer Energieverbrauch und eine damit verbundene geringe Wärmeentwicklung.

Tonqualität

Die digitale Tonbearbeitung (40-Bit-Gleitkomma-Arithmetik) und die exzellenten Analog-Komponenten des NEXUS-Systems sichern höchste Klangtreue bei Aufnahme, Abmischung und Beschallung.

Flexibilität

Die freie Konfigurierbarkeit von Kanal- und Summenaufteilung sowie die jederzeit änderbare Kanalstruktur ermöglichen die optimale, projektorientierte Anpassung von AURUS an die unterschiedlichsten Aufgaben.

Konfigurierbarkeit

Das modulare Konzept von AURUS und NEXUS erlaubt eine kundenspezifische Konfiguration des Gesamtsystems, das bei Bedarf um Sonderfunktionen erweiterbar ist. .

Glasfaser-Verbindungen

Der Einsatz von Glasfaserkabeln für die Steuerung und die Verteilung von Audiosignalen, Daten und Wordclock vereinfacht die Installation und macht das System unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störeinflüssen und Erdschleifen.

 

N-1-System

Mit dem N-1-System lassen sich auf einfache Weise komplexe Einspielungen realisieren, wie sie beispielsweise bei Sport- und Konferenzschaltungen benötigt werden. Für jedes Eingangs-/Ausgangspaar kann festgelegt werden, ob die Ausspielung abhängig oder unabhängig von der Mischung erfolgen soll (»post«-/»pre«-Fader), darüber hinaus lässt sich der Pegel für jeden Aufschaltungspunkt individuell einstellen.

Die zusätzlich konfigurierbare »Off-Air-Matrix« ist eine hilfreiche Arbeitserleichterung: Alle Kommentatoren, die nicht »On Air« sind, können miteinander kommunizieren. Wird einer von ihnen in die laufende Sendung geblendet, wird er automatisch in der Konferenz abgeschaltet. Erst wenn sein Fader geschlossen wird, kann er wieder an der Konferenz teilnehmen.

Zusammengefasst zeichnet sich das N-1-System durch folgende Merkmale aus:

  • Als Quellen können Eingangs-, Gruppen- und Summenkanäle verwendet werden.
  • Die Anzahl der N-1-Busse ist mit 48 Bussen für alle Anwendungen ausreichend, sie kann individuell konfiguriert werden.
  • Die Signalquellen sind innerhalb der N-1-Matrix beliebig auf N-1-Busse aufsummierbar.
  • Die Pegel sind individuell für jeden Summierpunkt mit der grafischen Software oder vom Bedienpult aus einstellbar.
 

Bibliotheken für Kanalparameter

Neben der Automation, bietet AURUS noch eine andere Möglichkeit Parameter eines Projektes zu speichern. In so genannten Bibliotheken (Libraries) werden Einstellungen des Equalizers und der Dynamikeinheiten verwaltet. Die Kanalparameter lassen sich unabhängig vom Projekt speichern, sind aber nach dem Laden eines Projektes verfügbar. Außerdem kann die Bibliothek auch als projektunabhängi-ge Datei exportiert werden.

In die Bibliothek können Einstellungen von folgenden Signalbearbeitungseinheiten aufgenommen werden: Equalizer, Dynamikkompressor, Limiter, Expander/Noise Gate.

Maschinensteuerung

Von der Pultoberfläche des AURUS aus kann eine Vielzahl von externen Geräten der Studioperipherie ferngesteuert werden. Flexible Softwaremodule, ermöglichen relativ einfach unterschiedlichste Maschinen anzusprechen. Steuerbar sind die Geräte über zwei getrennte Bedienfelder, die nicht auf einzelne Maschinen festgelegt sondern umschaltbar sind.

Frei konfigurierbare Steuerungen

Im Studiobetrieb häufig anfallende Steuerungsaufgaben (wie Pausensignale, Lichtzeichen, Vorhänge, vorprogrammierte Ablaufsteuerungen, etc.) lassen sich mit der flexiblen, frei programmierbaren Logiksteuerung definieren.

Als Schaltsignale können beispielsweise Tasten oder Faderkontakte abgefragt werden. Für die Ausgabe wird beispielsweise die Standard-NEXUS-Relaisbaugruppe (XRI) benutzt.

 
AURS/NEXUS Synchronisation

Synchronisation

Alle NEXUS-Basisgeräte und AURUS-Audioprozessoren des Gesamtsystems synchronisieren sich immer auf eine gemeinsame Taktquelle. Die Glasfaserverbindungen verteilen den Synchrontakt im System, sodass eine separate Wordclock-Verteilung entfällt.

AURUS und NEXUS laufen mit den in der Praxis üblichen Abtastfrequenzen von 44,1 kHz, 48 kHz und 96 kHz.

Die NEXUS-Steuerkarten (XCPU, RCX) sind mit Präzisions-WCL-Generatoren ausgestattet und können als Studio-Masterclock eingesetzt werden.

Das Gesamtsystem wechselt bei Ausfall einer Synchronquelle automatisch störungsfrei auf eine andere, bei fehlender externer Synchronisation auf einen internen Takt. Dieser automatische Wechsel wird über eine editierbare Liste gesteuert.

 

Automation

In das AURUS-Mischpultsystem sind serienmäßig Automationen integriert, mit denen alle Audioparameter eines Projektes gespeichert werden können. Um unterschiedlichen Anwendungen zu entsprechen, stehen drei Arten der Automation zur Verfügung:

Statische Automation
Mit der statischen Automation lassen sich alle eingestellten Parameterwerte der Audiokanäle als so genannte Snapshots abspeichern. Die Automationsdaten werden im Mischpultprojekt abgelegt und sind beim Aufrufen eines Projektes wieder verfügbar.

Gespeichert werden alle Audioparameter der konfigurierten Bearbeitungskanäle, beispielsweise alle Kanalparameter bis hin zu Metering-Einstellungen. Ein zusätzlicher Modus erlaubt auch die Speicherung von ausgewählten Funktionsgruppen, beispielsweise nur die Equalizer-Einstellungen bis hin zu Einzelfunktionen.

Innerhalb eines Projektes können bis zu 999 Snapshots verwaltet und zusammen mit dem Projekt auf der Festplatte oder einem Wechselmedium des Servers abgelegt werden.

Scene-Automation
Mit der Scene-Automation können Snapshots in beliebiger Reihenfolge abgespeichert und tastengesteuert Szene für Szene wieder abgerufen werden. Neben der Einstellung von Blendzeiten können auch unterschiedliche Schalthandlungen wie beispielsweise der Start von Zuspielern sowie Lichtsignale ablaufgesteuert aktiviert werden. Außerdem können MIDI-Kommandos zur Klangerzeugung oder Effektsteuerung an externe Geräte gesendet werden. Die Snap-Mix-Funktion erlaubt es, dynamische Mixe auf Tastendruck in den Ablauf einzubinden.

Dynamische Automation
Die dynamische Automation wird vom Timecode gesteuert und erfasst die Änderungen aller Audioparameter innerhalb eines Projektes. Da die Automation im 10ms-Raster erfolgt, verläuft der Mix relativ ruhig sowie sprung- und ruckelfrei. Die dynamische Automation liest und schreibt alle audiobezogenen Parameter wie Drehgeber- oder Pegelsteller-Einstellungen und Tasteneingaben. Dabei ermöglichen Mix-Scope-Einstellungen, die Abspeicherung bis auf Einzelfunktionen einzuschränken.

 

Verteiltes System

AURUS und NEXUS sind weitgehend als Systeme mit verteilter Steuerung und Bearbeitung aufgebaut, sodass Ausfälle normalerweise auf Teilfunktionen beschränkt bleiben.

Die Konsole bleibt bei Ausfall des Konfigurationsrechners weiterhin bedienbar – lediglich die Konfiguration kann nicht geändert werden. Der Audioprozessor läuft bei Ausfall der Konsole oder beim Trennen der Glasfaser-Verbindung zur Konsole weiter, die Tonbearbeitung bleibt in ihrem aktuellen Zustand.

Die Tonbearbeitung ist kanalorientiert aufgebaut, sodass bei Störungen auf einer RMD-Karte nur die Kanäle dieser Karte betroffen sind. Außerdem wird dadurch die Lokalisierung der defekten Karte erleichtert. Auf Wunsch kann eine RMD-Kartenredundanz konfiguriert werden.

Auch das Konzept der virtuellen Konsole hilft bei Ausfällen: Durch Ändern der Konfiguration, beispielsweise Wechseln der Bedienstreifenbelegung, können ausgefallene Komponenten kurzfristig umgangen werden.

 
Einschaltverhalten

Einschaltverhalten

NEXUS-Basisgeräte – und damit auch das gesamte Koppelfeldsystem - sind nach dem Einschalten oder nach Stromausfällen innerhalb weniger Sekunden betriebsbereit und nehmen ihren letzten Zustand wieder ein (Datenerhalt). Systemeinstellungen und Signalverteilung sind Teil dieses Datenerhalts.

Im AURUS-Mischpultsystem bleiben auch beim längsten Stromausfall alle Daten erhalten. Die Konsole nimmt nach dem Stromausfall innerhalb weniger Sekunden ihren letzten Zustand wieder ein und ist sofort voll funktionstüchtig. Der Konfigurationsrechner ist nach etwa einer Minute betriebsbereit.

 

Stromversorgung

Das AURUS-Mischpultsystem zeichnet sich unter anderem durch seine geringe Verlustleistung aus (ca. 250 W für eine Standardkonsole, 20 W pro Audioprozessorkarte). Es eignet sich dadurch sehr gut für den mobilen Einsatz.

Die AURUS-Konsolen sowie NEXUS STAR mit dem Audioprozessor werden von Netzteilen mit automatischer Versorgungsübernahme versorgt. Werden die Netzteile aus getrennten Netzstromkreisen gespeist, läuft die Anlage bei Ausfall eines Netzkreises weiter. Die NEXUS-Basisgeräte können bei Bedarf ebenfalls mit redundanten Netzteilen ausgestattet werden.

 

Wartung

Die Wartung des AURUS-Mischpultsystems wird auf vielfältige Weise unterstützt. Beispielsweise können die Betriebsprogramme von NEXUS-Basisgeräten, AURUS-Audioprozessoren und Steuerrechnerkarten über den Konfigurationsrechner der Hauptkonsole mit neuen Versionen aktualisiert werden.

Der Audioprozessor und die NEXUS-Basisgeräte können im laufenden Betrieb ausgetauscht werden (»Hot Swap«), ebenso die Bedienkassetten.

Die Wartung des NEXUS-Koppelfeldsystems kann über den Konfigurationsrechner der Hauptkonsole erfolgen. Ausfallmeldungen und die Position ausgefallener Baugruppen werden auf dem TFT-Farbbildschirm angezeigt.

Darüber hinaus wird über alle gemeldeten Vorkommnisse in den Bedienrechnern Log geführt.

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