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Audiosystem

 

Tonbearbeitung

Audiokanäle

Anders als bei analogen Systemen sind die vorhandenen (Signalbearbeitungs-) Ressourcen nach Bedarf individuell verteilbar und können vom Anwender als Mischpultprojekte abgespeichert werden. Dabei wird mit dem grafischen Bedienprogramm festgelegt, wie viele Eingangs-, Summen-, Aux-Send-Kanäle, etc. benötigt werden. Die gewünschte Kanalanzahl ist nach verschiedenen Kriterien konfigurierbar. Je nach Ausbaustufe und Konfiguration sind Mischpulte mit bis zu etwa 300 Kanälen beziehungsweise 128 Bussen realisierbar.

Im AURUS-Mischpultsystem sind vielfältige Monitoring- und Kommandofunktionen integriert. Die Anbindung von Abhörlautsprechern und externen Kommandostellen erfolgt über NEXUS, die Signalübertragung zu den Nahfeldlautsprechern und zum, in die Konsole integrierten, Kommunikationssystem erfolgt über die Glasfaserleitung.

Die Signalbearbeitung wird durchgängig mit einer 40-Bit-Gleitkomma-Arithmetik gerechnet. Hierdurch wird neben einer exzellenten Tonqualität für Equalizer-, Filter- und Dynamikmodule eine praktisch übersteuerungsfeste mischpultinterne Signalbearbeitung gewährleistet.

 

Struktur der Audiokanäle

Die Struktur der Audiokanäle entspricht der Denk- und Arbeitsweise analoger Systeme. Wo es sinnvoll erscheint, sind darüber hinaus Beschränkungen aufgehoben und zusätzliche Funktionen zur Erhöhung der Flexibilität bereitgestellt worden.

Die Tonbearbeitung umfasst aus Sicht des Anwenders das Eingangs-Routing, Eingangskanäle verschiedener Art, unterschiedliche Bustypen, optionale Ausgangskanäle, die eine Bearbeitung der Summenbusse ermöglichen, und das Ausgangs-Routing.

Eine Ressourcen sparende Direktaufschaltung von Bussen auf Ausgänge ohne weitere Signalbearbeitung ist ebenfalls möglich. Eingangs-, Gruppen- und Summenkanäle bieten weitgehend identische Funktionalität, abgesehen von kanaltypspezifischen Merkmalen. So sind etwa Bus-Routing oder Panning sinnvollerweise nicht für Sum-menkanäle verfügbar.

AURUS sieht zwei unterschiedliche Kanaltypen vor: Full Channel und Short Channel. Hiermit können die DSP-Ressourcen auf die je-weiligen Mischpult-Anforderungen abgestimmt werden.

Die Kanäle sind aus Bearbeitungsmodulen, wie Fader, EQ-Filterblock, Kompressor, Expander/Gate, Limiter, Insert, Mute, etc. aufgebaut. Die Positionen dieser Module können ebenso wie die Anschaltpunkte für Aux, Track-Sends, PFL und die Metering-Punkte entsprechend den Anforderungen einer Produktion festgelegt werden. Eine Änderung während der Produktion ist problemlos möglich. AURUS kann auch als klassische In-Line-Konsole mit Record- und Monitorwegen konfiguriert werden.

Das Mischpultsystem bietet bis zu 48 Aux-Wege; für die Ansteuerung von mehrkanaligen Effektgeräten können die Aux-Sends mehrkanalig konfiguriert werden.

Struktur Audiokanäle
 

Busse

Busse werden als Audiogruppen, Summen, Auxiliarys, Track-Sends, N-1-Busse und Monitor-Busse eingesetzt. Durch die Konfigurierbar-keit ist es möglich, die Busse direkt weiter zu verarbeiten oder ihnen eigene Bearbeitungswege folgen zu lassen. Die Busse können zu unterschiedlichen Gruppen von Mono bis zum 7.1-Format verkoppelt werden.

 

Detailliert hören

Sinnvolle Hilfe bei der Einstellung von Audioparametern: AURUS bietet die Möglichkeit, den Ausgang bestimmter Signalbearbeitungsmodule innerhalb des Kanals direkt abzuhören.

So können beispielsweise das in den Steuereingang (Key-In) eingespeiste Signal, die eingestellte Wirkung des Sidechain-Filters oder der Ausgang des zugehörigen Dynamikmoduls abgehört werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Filterausgang un-abhängig vom Equalizer abzuhören.

 

Mehrkanalformate gleichzeitig

Das durchgängige Mehrkanalkonzept ermöglicht erstmalig die gleichzeitige Mischung mehrerer Mehrkanalformate. Es ist also beispielsweise möglich, gleichzeitig eine Stereo- und eine Surround-Mischung zu erstellen, wobei die Panpots in den entsprechenden Mischungen formatgerecht gerechnet werden können. Bei Bedarf kann auch eine integrierte, frei konfigurierbare Downmix-Matrix eingesetzt werden.

Zusätzliche Features sind die einstellbare Basisbreite, Phantom-Center und Divergenz im Mehrkanalmodus.

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