Struktur der
Audiokanäle
Die Struktur der Audiokanäle entspricht der Denk- und Arbeitsweise
analoger Systeme. Wo es sinnvoll erscheint, sind darüber hinaus Beschränkungen
aufgehoben und zusätzliche Funktionen zur Erhöhung der Flexibilität
bereitgestellt worden.
Die Tonbearbeitung umfasst aus Sicht des Anwenders das Eingangs-Routing,
Eingangskanäle verschiedener Art, unterschiedliche Bustypen, optionale
Ausgangskanäle, die eine Bearbeitung der Summenbusse ermöglichen,
und das Ausgangs-Routing.
Eine Ressourcen sparende Direktaufschaltung von Bussen auf Ausgänge
ohne weitere Signalbearbeitung ist ebenfalls möglich. Eingangs-, Gruppen-
und Summenkanäle bieten weitgehend identische Funktionalität,
abgesehen von kanaltypspezifischen Merkmalen. So sind etwa Bus-Routing
oder Panning sinnvollerweise nicht für Sum-menkanäle verfügbar.
AURUS sieht zwei unterschiedliche Kanaltypen vor: Full Channel und Short Channel.
Hiermit können die DSP-Ressourcen auf die je-weiligen Mischpult-Anforderungen
abgestimmt werden.
Die Kanäle sind aus Bearbeitungsmodulen, wie Fader, EQ-Filterblock,
Kompressor, Expander/Gate, Limiter, Insert, Mute, etc. aufgebaut. Die Positionen
dieser Module können ebenso wie die Anschaltpunkte für Aux, Track-Sends,
PFL und die Metering-Punkte entsprechend den Anforderungen einer Produktion
festgelegt werden. Eine Änderung während der Produktion ist problemlos
möglich. AURUS kann auch als klassische In-Line-Konsole mit Record- und Monitorwegen
konfiguriert werden.
Das Mischpultsystem bietet bis zu 48 Aux-Wege; für die Ansteuerung
von mehrkanaligen Effektgeräten können die Aux-Sends mehrkanalig
konfiguriert werden.
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