Tonbearbeitung
Die Signalbearbeitung ist bei AURATUS fest konfiguriert. Bei der
Arbeit
mit verschiedenen AURATUS-Mischpultsystemen nutzt der
Anwender
identische Mischpultstrukturen und weitgehend gleichartige
Bedienoberflächen.
Die Anbindung von Abhörlautsprechern und externen Kommandostellen
erfolgt über NEXUS. Die Signalübertragung zu den
Nahfeldlautsprechern
und zum in die Konsole integrierten Kommunikationssystem
ist installationsfreundlich über eine RJ45-Datenleitung
zur Konsole realisiert.
Die Signalbearbeitung wird durchgängig mit einer 40-Bit-Gleitkomma-Arithmetik
gerechnet. Hierdurch ist neben einer erstklassigen
Tonqualität
für Equalizer-, Filter- und Dynamikmodule eine
praktischübersteuerungsfeste,
mischpultinterne Signalbearbeitung
gewährleistet.
Struktur der Audiokanäle
Die Struktur der Audiokanäle entspricht der Denk- und Arbeitsweise
analoger
Systeme. Wo es sinnvoll erscheint sind darüber hinaus
Beschränkungen
aufgehoben und zusätzliche Funktionen
zur Erhöhung
der Flexibilität bereitgestellt worden.
Die Tonbearbeitung umfasst aus Sicht des Anwenders das Eingangs-Routing,
Eingangskanäle verschiedener Art, unterschiedliche
Bustypen,
Ausgangskanäle, die eine Bearbeitung der Summenbusse
ermöglichen,
und das Ausgangs-Routing. Eine Ressourcensparende
Direktaufschaltung
von Bussen auf Ausgänge
ohne weitere Signalbearbeitung
ist ebenfalls möglich.
Eingangs-, Gruppenbus- und Summenbuskanäle basieren, abgesehen
von kanaltypspezifischen Merkmalen, auf identischen Bearbeitungseinheiten,
deren Position innerhalb des Signalweges festgelegt
ist.
Für die Ansteuerung von mehrkanaligen Effektgeräten sind einige
der Aux-Sends stereofon ausgelegt.
Busse
Das Bussystem von AURATUS, das in der Mischpultbaugruppe integriert
ist, bietet zusätzlich zum NEXUS-TDM-Bussystem ein eigenes
Bussystem.
Diese Gruppen–, Summen–, Auxiliary– und N–1-Busse
summieren
jeweils die Signale der aufgeschalteten Kanäle. Alle
Bussignale
können unbearbeitet über NEXUS ausgegeben werden.
Ferner sind für die Busse eigene Kanäle vorgesehen – die so genannten
Buskanäle –, die eine weitere Signalbearbeitung und Pegeleinstellung
der Bussignale zulassen.
Direktausgänge und Einschleifpunkte (Inserts) werden direkt über
die nicht summierenden NEXUS-Busse ausgegeben und beanspruchen
demzufolge keine Summen-Busse.
Mehrkanalformate
Das Mehrkanalkonzept
(in der entsprechenden AURATUS-Version)
ermöglicht
die gleichzeitige
Mischung eines 5.1-Mehrkanal- und
eines Stereoformates. Die erforderlichen Panoramaeinstellungen
werden
bei der Aufsummierung auf die jeweiligen Busse getrennt
gerechnet,
erscheinen aber für den Anwender als gemeinsamer
Panoramasteller
im jeweiligen (Eingangs-)Kanal.
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